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Illertissen

23.10.2018

Illertisser Heimspiel auf der Bühne

Manuel und Jonas Gira (von links) bei dem Illertisser Konzert.
Bild: Langhans

Zum Ende des Musik-Festivals treten nur Illertisser auf - und begeistern die Zuhörer.

Das Festival „Junge Künstler – Stars von morgen“ in Illertissen ist Sonntagabend vielstimmig und mit Trommelwirbel ausgeklungen. Das Besondere am sechsten und letzten Konzert war, dass ausschließlich Solisten und Ensembles aus Illertissen auftraten. Ihr musikalisches Spektrum war breit, wobei Gabriele Rüger informativ durch den Abend führte.

Etwas ganz Besonderes erlebten die gut 300 Zuhörer beim Auftritt der Bratschistin Jennifer Miller und ihrer Klavierpartnerin Ludmilla Kogan. Sie trugen die 1919 uraufgeführte Sonate für Viola und Klavier der Engländerin Rebecca Clarke vor. Dazu traten die beiden auf ihren Instrumenten in einen feinsinnigen, berührenden Dialog. Dabei galt der Bratsche – und ihren sonoren warmen Klangfarben oder effektvoll gestrichenen Obertönen – die ganze Aufmerksamkeit des Publikums. Die Pianistin griff die Stimmung auf und führte sie fort. Jennifer Miller hatte das Nischeninstrument Bratsche, wie sie es selbst nennt, von seiner schönsten klanglichen Seite gezeigt.

Die Brüder Jonas und Manuel Gira spielten unterschiedliche Literatur auf dem Horn in Begleitung von Klavier und Percussion. Zu hören gab es etwa die Sonate für Horn und Klavier von Trygve Madsen oder „Gedanken für Horn und Percussion“, die sich Manuel Gira gemacht hat. Der Jüngere, Jonas, nutzte den Abend, um sein Blechinstrument in vielen Klangfarben und technischen Raffinessen strahlen zu lassen. Bruder Manuel stand ihm in nichts nach und ließ seinen Inspirationen am Schlagwerk freien Lauf. Ein theatralischer Trommelwirbel setzte dann der Session ein Ende.

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Große Ausstrahlung hatte – in jeglicher Hinsicht – der Auftritt des Posaunenquartetts mit Johannes Schlosser, Benjamin Desef, Markus Miller und Dario Glanz. Sie beeindruckten mit einem stattlichen Programm – und bewiesen bestes Zusammenspiel. Peter Tschaikowskis „Andante cantabile“ gelang ihnen als besonders lyrischer Vortrag.

Alsdann Stephanie Kögel, die ihr umfangreiches Soloprogramm am Flügel mit hoher Konzentration und großer Fingerfertigkeit vortrug: beispielsweise Frédéric Chopins Mazurka oder von Chick Corea „Children’s Songs“.

Neben ihrem Spiel bestimmten die Chorkids unter Leitung von Michael Heinrichs die zweite Hälfte des Abends. Zumeist vierstimmige Liedvorträge erfreuten das Publikum. Die Kollegsschüler stellten dabei erneut ihr musikalisches Können unter Beweis.

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