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Kettershausen

19.06.2020

Kindergarten darf Waldstück in Kettershausen nutzen

Blick in das Waldstück, das dem Kindergarten zunächst testweise von der Gemeinde Kettershausen zur Verfügung gestellt wird.
Bild: Zita Schmid

Der Gemeinderat beschließt, das Gebiet testweise zur Verfügung zu stellen. Einige offene Fragen mussten zuvor noch geklärt werden.

Zweimal stand der Antrag der Kindergartenleitung auf „Nutzung des Gemeindewaldstückes unterhalb des Kreuzweges“ bei vergangenen Sitzungen auf der Tagesordnung. Bei der jüngsten Zusammenkunft des Kettershauser Gemeinderates im Bürgerhaus in Mohrenhausen traf das Gremium nun eine Entscheidung: Das Waldstück soll den Kindergartenkindern zur Verfügung gestellt werden. Zunächst allerdings testweise für dieses Jahr.

Wie es im Antragsschreiben der Kindergartenleitung heißt, sollen die Kinder in einem vertrauten Wald im Einklang mit der Natur leben. Und: „Durch das intensive Erleben der Natur lernen die Kinder, wie wichtig die Natur für unser Leben ist.“

So spielen die Kinder sicher im Wald

Bei dem Waldstück handelt es sich um eine 900 bis 1000 Quadratmeter große Fläche am Hang unterhalb des Kreuzweges bei der Kirche in Kettershausen. Der Bereich beginnt nur ein paar Schritte vom Kindergarten entfernt. Bei den früheren Sitzungen seien jeweils Fragen offengeblieben, informierte Bürgermeister Markus Koneberg die Gemeinderäte. So waren der Bewuchs des geplanten Areals, die Gefahr durch das Eschentriebsterben, die versicherungsrechtliche Situation, die Sicherheit der Kinder, das Thema Zecken und auch der Pflegeaufwand Gründe dafür, dass der Beschluss zweimal vertagt wurde.

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In puncto Versicherung teilte Koneberg mit, dass keine zusätzlichen Vorkehrungen ergriffen werden müssten. Denn alle Tätigkeiten, die mit dem Aufenthalt in der Kindertagesstätte zusammenhängen, seien generell versichert. Um das Walderleben im Sinne der Waldpädagogik für die Kinder auch sicher zu machen, werden unter anderem Symbolschilder angebracht, wie der Bürgermeister erklärte. So kennzeichne etwa ein Eichhörnchen-Symbol einen Bereich, der nicht überschritten werden dürfe. Außerdem wurde das Waldstück durchforstet, von den Eschen beziehungsweise dem Eschentriebsterben geht keine Gefahr mehr für den Kindergarten aus, wie es der Sitzung hieß.

Kinder lernen, Rücksicht auf die Natur zu nehmen

Ebenso sind Waldregeln geplant. Diese beinhalten beispielsweise die Rücksicht und den Respekt vor Pflanzen und Tieren. Den Buben und Mädchen muss im Kindergarten unter anderem auch beigebracht werden, dass sie im Wald keinen Abfall hinterlassen und sich nie aus Sicht- und Hörweite der Erzieherinnen entfernen dürfen. Für einen bewussten Umgang zum Thema Zecken soll den Eltern ein Merkblatt ausgehändigt werden. Sind Waldbesuche geplant, sollen die Eltern zudem rechtzeitig informiert werden, um ihr Kind auch hinsichtlich Wetter und Kleidung entsprechend gut ausstatten zu können.

Vor jedem geplanten Besuch muss der Waldbereich von den Sicherheitsbeauftragten der Kindertagesstätte durch Sichtkontrolle geprüft werden. Wie Sebastian Rehder, Dritter Bürgermeister und Waldbeauftragter der Gemeinde, erläuterte, können so auch notwendige laufende Pflegemaßnahmen veranlasst werden. Die Frage von Rätin Susanne Rieder, ob durch Waldtage mehr Kindergartenpersonal benötigt werden, konnte der Bürgermeister verneinen.

Einstimmig sprach sich das Gremium schließlich für eine Testphase bis Ende 2020 aus.

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