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Vortrag

02.05.2011

Landleben hat Qualität

Ex-Landwirtschaftsminister zu Chancen der Region

Kettershausen „Mit 950000 Einwohnern, darunter 500000 Erwerbstätigen und einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung zählt die Region Donau-Iller zu den Spitzenregionen.“ Dies belegte der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller auf Einladung des CSU-Kreisverbands Unterallgäu und der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) anhand von Statistiken und Zahlen. Bei einer politischen Veranstaltung im Kettershauser Schützenheim ging er aber auch auf örtliche Gegebenheiten ein. „Das Leben auf dem Land hat seine besonderen Qualitäten“, stellte er heraus. Mit Blick auf den demografischen Wandel gelte es aber, die Abwanderung junger Menschen in die Städte zu verhindern und Arbeitsplätze zu sichern. „Wir benötigen eine gute Infrastruktur!“ Dazu zählt für den Landtagsabgeordneten ein Autobahnanschluss im Raum Babenhausen. Auch das schnelle Internet ist für Miller unverzichtbar. Einkäufe sollten aber vorwiegend vor Ort stattfinden: „Wer weiter denkt, kauft näher ein.“ Nicht jede Gemeinde werde in Zukunft alles alleine machen können, plädierte Miller für eine Verstärkung der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit. Als Beispiel nannte er gemeinsame Gewerbegebiete.

Wandel in Landwirtschaft nicht aufzuhalten

„Wir haben derzeit eine bessere Situation“, ging Miller auf die örliche Landwirtschaft ein, in der ein Strukturwandel nicht aufzuhalten sei. Allerdings müsse sich die Vermarktung regionaler Produkte noch verbessern. Während in der Milchpolitik die Garantiemengenregelung auslaufe, bringe die Energieproduktion durch Biogasanlagen eine Verknappung und Verteuerung von Grundstücken mit sich. Sehr viele Flächen würden für Bauland verwendet. Dabei frage er sich, ob die Ausweisung von Ausgleichsflächen der richtige Weg ist. Unter dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“ lege der Freistaat Bayern großen Wert auf die Erhaltung der örtlichen Grundschulen, betonte Miller. Wenn die Instandsetzung eines Schulgebäudes 25 Prozent der Neubaukosten betrage, werde sie staatlich bezuschusst, bezog er sich auf die Renovierungsarbeiten am Kettershauser Schulhaus. Wenn in den nächsten Jahren weniger Schüler keine Klassenbildung mehr zulassen, müssten diese Fördergelder anteilsmäßig zurückgezahlt werden.

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