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Osterberg

23.12.2019

Marode Straße sorgt für Ärger bei Anliegern in Osterberg

Die Erschließungsstraße im Osterberger Neubaugebiet „Blumenweg“ sorgt für Unstimmigkeiten zwischen Anliegern und der Gemeinde.
Bild: Armin Schmid

Anlieger des Neubaugebiets Blumenweg in Osterberg fordern Verbesserungen. Der Gemeinderat zeigt sich kompromissbereit

Mit dem Straßenzustand im Neubaugebiet Blumenweg hat sich der Osterberger Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres auseinandergesetzt. Das Thema kam schon bei der Bürgerversammlung zur Sprache. Während die Anlieger eine Verbesserung des Straßenzustands fordern, sieht Bürgermeister Rainer Schmalle das Thema als schwierig an. Wie er sagt, würden neue Anlieger des Baugebiets in Abrede stellen, dass es sich bei der geplanten Anliegerstraße derzeit um eine Baustellenzufahrt handelt. Die Anlieger fordern in einem Antrag mehr Verkehrssicherheit.

Die Rede ist von Unebenheiten im Straßenbelag, die zu Pfützen, Schlammbildung und Glatteis führen. Ein geregelter Winterdienst sei nicht möglich. Die ersten Bauherren müssen mit diesem Zustand schon seit 2017 leben. Eine Fertigstellung der Hofeinfahrten sei nicht möglich, da die künftige Straßenhöhe nicht bekannt ist. Die fehlende Beleuchtung des Straßenbereichs wurde von den Anliegern ebenfalls angemahnt. Diese ist nach Angaben des Bürgermeisters mittlerweile umgesetzt. Grund für die verspätete Montage der Straßenbeleuchtung sei die ausführende Firma gewesen.

Bürgermeister sieht auch die Anlieger in der Pflicht

Schmalle bedauerte, dass das Gesprächsangebot, das er während der Bürgerversammlung an die Anlieger gemacht hatte, nicht genutzt wurde. Stattdessen sei ein weiteres Schreiben mit Forderungen bei ihm eingegangen. Versäumnisse sah Schmalle auch bei den Anliegern selbst. So seien die Gehwege und öffentlicher Grund mit Baumaterialien belagert. Nach Ansicht von Schmalle müssen die Anlieger aufräumen und die Lagerplätze räumen.

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Die Umsetzung der Erschließungsstraße war für dieses Jahr angedacht. Allerdings sei das Bauamt mit den Planungen noch nicht weit genug vorangekommen. Die Straßenerschließung früher anzugehen, hätte nach Ansicht des Bürgermeisters auch keinen Sinn gemacht. Denn die neue Straße wäre durch den Lastwagenverkehr aufgrund der Baustellen im Neubaugebiet wieder beschädigt worden. Zudem sei ein weiteres Hausbauprojekt dazugekommen.

Gemeinderätin Sigrid Zanker betonte, dass man sich nicht auf eine Auseinandersetzung mit den Anliegern einlassen sollte. Wasserpfützen beispielsweise ließen sich mit geringem Aufwand auffüllen. Von mehreren Ratsmitgliedern wurde ein Antwortschreiben oder ein Runder Tisch angeregt. Gemeinderat Martin Werner meinte, dass sich das Schreiben der Anlieger nach Enttäuschung anhört. Das Ratsgremium einigte sich auf ein Antwortschreiben, das die Fragen der Anlieger beantworten und auf deren Pflichten wie die Räumung von Straßenbereichen hinweisen soll. Zudem soll den Anliegern Gelegenheit zu einem gemeinsamen Gespräch eingeräumt werden.

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