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Ortsversammlung

13.06.2016

Mauern sollen Kirchenhang sichern

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Viele Bürger aus Herrenstetten waren der Einladung von Marktgemeinde und Kirchenverwaltung zur Ortsversammlung gefolgt.
Bild: Zita Schmid

Aktueller Plan für Sanierung in Herrenstetten vorgestellt

Die Ortsversammlung zum Thema Kirchenhang ist in Herrenstetten auf großes Interesse gestoßen (IZ berichtete). Mithilfe möglicher Fördermittel im Rahmen eines Dorferneuerungsprogramms (Einzelverfahren) soll die schon seit Jahren angestrebte Sanierung des Kirchenbergs, auf dem sich die Sankt-Martin-Kirche und der Friedhof befinden, nun vollzogen werden.

Die für ein Dorferneuerungsprogramm nötige Bürgerbeteiligung lief bei der Ortsversammlung vielversprechend an. Ein ebenfalls für dieses Verfahren erforderlicher und bereits vorhandener Planentwurf wurde bei der Versammlung vorgestellt.

Seit 2007 beschäftigt das Thema Hangsicherung Marktgemeinde und Kirchenstiftung. Denn der Hang ist in Bewegung. Unkontrollierte Setzungen haben bereits die Friedhofsmauer sowie den Treppenaufgang stark beschädigt. Somit ist auch die statische Sicherheit der im 16. Jahrhundert errichteten Sankt-Martin-Kirche auf Dauer nicht mehr gewährleistet. Wie Bürgermeister Wolfgang Höß in einem Rückblick berichtete, sei man zunächst davon ausgegangen, dass nur durch ein massives Stahlbetonmauerwerk der Kirchenhügel abgesichert werden könne. Mit dem Ziel, eine dorfgerechte und harmonische Lösung für die Hangsicherung zu finden, hat man inzwischen davon Abstand genommen.

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Den aktuellen Sanierungsplan stellte dann Martin Augenstein vom Planungsbüro Schegk vor: So muss – bevor die Friedhofsmauer in Angriff genommen werden kann – der gesamte Hang stabilisiert werden. Dies ist ohne Rodung bestehender Bäume nicht möglich. Dadurch wird sich die Ortsansicht, mit der heute von Bäumen verdeckten Kirche, wesentlich verändern.

Der Planer zeigte eine Postkarte aus dem Jahr 1919, als die Kirche frei dastand und weithin sichtbar war. So soll es auch in Zukunft wieder werden. Gesichert wird der dann freigestellte Kirchenberg mit Trockenmauern aus Naturstein, kombiniert mit abgestuften Wiesenböschungen. Die seitlichen Böschungen werden mit Geotextil-Lagen gesichert und mit Rasen eingesät. Durch den neuen Verlauf des Treppenaufgangs entstehen ein größerer Versammlungsplatz an der Bergenstetter Straße und ein erweiterter Vorplatz vor der Kirche. Der Kircheneingang wird mit einer Rampe barrierefrei gemacht. Die Baukosten für die Hangsanierung werden mit 500000 Euro veranschlagt, die Mauersanierung mit 120000 Euro.

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