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Babenhausen

29.12.2020

Neuer Film über Babenhausen: Wie im Flug rund ums Fuggerschloss

Diese Perspektive mit dem dominierenden Fuggerschloss in Babenhausen wurde mit einer Drohne aus südwestlicher Richtung aufgenommen und ziert auch die DVD.
Bild: Friedhelm Riemann

Plus Friedhelm Riemann präsentiert in seinem Film Babenhausen aus ungewöhnlichen Perspektiven. Es ist nicht sein erstes Projekt über die Marktgemeinde.

„Kennen Sie Babenhausen?“ Unter diesem Titel erschien vor Kurzem ein neuer Film von Friedhelm Riemann, der den Fuggermarkt aus zum Teil ungewohnten Blickwinkeln präsentiert.

Der 70-Jährige, der seit rund 16 Jahren in Babenhausen beheimatet ist, hat sich in der Rechbergstraße ein eigenes Videostudio eingerichtet. Und dort entstand nicht zum ersten Mal ein Film über Babenhausen. So informierte beispielsweise ein früheres Video über die Arbeit des Historischen Vereins oder über die Sanierung des Meisingerhauses zu einem „Haus zur Geschichte“. Doch dieses Mal ging Riemann neue Wege. Luftaufnahmen, mit einer Drohne gemacht, vermitteln völlig neue Perspektiven.

Friedhelm Riemann hat bereits fünf Filme über den Fuggermarkt produziert. Hier präsentiert er sein neuestes Werk „Kennen Sie Babenhausen?“.
Bild: Riemann

Von allen Himmelsrichtungen aus nähert sich der Betrachter dem Fuggermarkt und „landet“ dabei bei vielen Sehenswürdigkeiten – nicht nur dem Fuggerschloss. Das gilt beispielsweise für einen Besuch der Pfarrkirche St. Andreas, laut Riemann „ein üppiges Barock“, in der Cheforganist Wilhelm Schneider Kostproben seines Könnens beziehungsweise des Klangs der dortigen Orgel gibt. Auch der Sturz eines Fuggerkindes ins Kircheninnere vor langer Zeit wird mit dem entsprechenden Bild thematisiert. Und schon einmal bei Kirchen angelangt, präsentiert der Videofilmer die Friedhofskapelle, in der der Heimatforscher Dieter Spindler den dort angebrachten Totentanz detailliert erläutert. Der Wiener Stadtheilige Clemens Maria Hofbauer und dessen Zeit in Babenhausen, wovon das gleichnamige Gebäude erzählt, bleibt ebenfalls nicht unerwähnt.

Nicht weit davon geht der „Schlieferschmied“ als Letzter seiner Art in Babenhausen der Schmiedekunst nach und gibt einen Einblick in kunstvolle Exponate. Weiter geht es dann am Günzkanal zu den beiden Sägewerken, in denen mit Wasserkraft noch Strom produziert wird.

Am Beispiel einer fast leeren Stadtgasse, in der so manches historische Gebäude zum Verweilen einlädt, demonstriert Riemann, was eine Umgehungsstraße „ohne den unschönen Durchgangsverkehr“ für den Ortskern bringen würde. Da darf natürlich ein Hinweis auf die Verurteilung Pfarrer Kneipps im ehemaligen Polizeigebäude nicht fehlen. Einzukehren in der einen oder anderen Lokalität im Fuggermarkt kann Riemann nur empfehlen. Als Beispiel lädt er zu einem Besuch des Künstlercafés Fahrenschon in der Fürst-Fugger-Straße ein. Künstlerisch gestaltete Wirtshausschilder weisen zum Beispiel auf den Pflug oder das Rössle hin. Überhaupt findet man dieses uralte Werbemittel noch an anderen Gebäuden, wie an der Bäckerei Winter.

Friedhelm Riemann sagt: "Man kann gut leben im Fuggermarkt."

Das große schulische Angebot sowie das im Schulzentrum untergebrachte Technikmuseum des Historischen Vereins zeigt der Film ebenso wie das kulturelle und freizeitsportliche Angebot. Dazu gehört auch die Kneippanlage „Jungbrunnen“ südlich des Ortsteils Klosterbeuren.

„Man kann gut leben im Fuggermarkt“, so Riemanns Fazit, zumal hier noch „auf Tradition und Geschichte großen Wert gelegt“ werde. Und damit landet er wieder beim Fuggerschloss. Nach einem Blick aus mehreren Himmelsrichtungen auf das den Markt prägende Gebäude, samt der Garten- und Parkanlagen, geht es über die große Empfangstreppe unter anderem in den Ahnensaal.

Friedhelm Riemann spricht von einem rund neunmonatigen Schaffensprozess für diese DVD. So mussten für die Luftaufnahmen unter anderem die Filmerlaubnis durch die Gemeinde, das Fürstliche Haus oder die Kirchengemeinde eingeholt werden. Dabei sei er stets auf offene Ohren gestoßen. Die Beratung des Heimatforschers Dieter Spindler und die sprachliche Führung durch den Fuggermarkt durch Tom Otto waren eine wichtige Unterstützung. Corona habe dem Projekt aber so manchen Brocken in den Weg gelegt, weshalb die eine oder andere Einrichtung – beispielsweise die Jubi oder das Seniorenzentrum – nicht besucht werden konnten. Auch eine öffentliche Präsentation oder ein Verkauf über den Einzelhandel kann diesmal nicht stattfinden.

Bestellt werden kann die DVD telefonisch unter 08333/2033.

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