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Babenhausen

20.04.2015

Schulzentrum wohl schon Ende 2016 saniert

Auf Hochtouren laufen derzeit die Sanierungsarbeiten am nordwestlichen Flachdach. Nach Abschluss kann in den großen Ferien die restliche Außenhaut des Bestandsgebäudes angebracht werden.
Bild: Fritz Settele

In den großen Ferien können in Babenhausen bereits Klassenräume erneuert werden. 3,6 Prozent Kostensteigerung.

Die Sanierung des Bestandsgebäudes des Babenhauser Schulzentrums dürfte deutlich früher abgeschlossen sein, als geplant. Das bestätigte das beauftragte Planungsbüro in der gemeinsamen Sitzung des Zweckverbands Realschule und des Schulverbands Mittelschule. Ursprünglich war der August 2017 ins Auge gefasst worden. Nach neuesten Planungsunterlagen ist in Absprache mit den beiden Schulleitungen eine Verkürzung auf Ende 2016 möglich. Das setzt laut Planungsbüro aber voraus, dass „alles ideal läuft“.

Dazu passe auch, dass das dritte Vergabepaket problemlos über die Bühne gegangen sei, so Landrat Hans-Joachim Weirather. Er sprach von einem „weiteren Meilenstein bei der Sanierung des Schulzentrums“, da die Bauleistungen nun vollständig vergeben seien. So kann dann in den großen Ferien nicht nur die Sanierung der Außenhülle fortgesetzt, sondern auch bereits mit der Sanierung von sechs Klassenräumen im nordöstlichen Bereich begonnen werden. Die anderen sollen dann Schritt für Schritt folgen.

Die jeweiligen Schulleitungen hatten bereitwillig zugestimmt, Teilbereiche des Bestandsgebäudes vorzeitig für die Bauarbeiten frei zu geben.

Auch dafür gibt es keine Auslagerungen in Form einer Containerlösung. Vielmehr erfolgen die Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs, wobei die betroffenen Klassenbereiche umgelagert werden.

Nachdem einige Fachräume, vor allem für den Werkunterricht, inzwischen weitgehend fertiggestellt wurden, geht derzeit die Flachdachsanierung samt entsprechender Entwässerung und Dämmschutz zu Ende. Dann ist ist die Schule im Außenbereich ganz dicht. Nach Abschluss der Fassadenarbeiten fallen dann nur noch Arbeiten im Innenbereich an, was aber, so Weirather, witterungsunabhängig sei.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich nach derzeitigem Stand auf 12,64 Millionen Euro. Das sind rund 460000 Euro (3,6 Prozent) mehr als bei der Kostenberechnung im Jahr 2012 angenommen (IZ berichtete). Seit damals sind laut Weirather die durchschnittlichen Baupreise in Deutschland dem allgemeinen Preisindex zufolge um sechs Prozent gestiegen. Damit bleibe „die Kostenmehrung in Babenhausen deutlich unter der Entwicklung des allgemeinen Preisniveaus“.

Der Vorsitzende des Zweckverbands Realschule, Landrat Hans-Joachim Weither, und derjenige des Schulverbands Mittelschule, Bürgermeister Otto Göppel, freuen sich darüber, dass „das Ganze in absehbarer Zeit abgeschlossen werden kann“. Schließlich habe mehr als eine ganze Schülergeneration unter den Um-, An- und Sanierungsarbeiten zu leiden gehabt.

Kreisrat Helmut Koch wollte wissen, ob es bezüglich der Heizung schon neue Erkenntnisse gibt. Hier würde über Konzepte beraten, allerdings immer noch „ergebnisoffen“, so Weirather. Dabei gehe es vor allem um die Variante eines Nahwärmenetzes. Laut Göppel ist dies auch ein entscheidender Punkt, um die Vorgaben des zinslosen Energiekredits erfüllen zu können. Es seien „regenerative Energieträger gefordert“, damit die Energiebilanz auch stimme.

Einigkeit herrschte in den Schulverbandsgremien darüber, dass voraussichtlich Ende kommenden Jahres die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind und man dann eine optimale Schule vor Ort habe. Freuen dürften sich dann auch die Kämmerer der Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes, belasten doch die Kosten der Sanierungsarbeiten nicht mehr deren Haushalte und bieten eventuell Platz für andere – zum Teil längst fällige – Investitionen.

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