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Babenhausen

26.08.2020

Spaziergänger entdeckt nahe Babenhausen Tierknochen am Wegrand

Ein Mann aus Babenhausen machte am Wegrand eine grausige Entdeckung, als er mit seinem Hund spazieren ging.
Bild: Angela David (Symbolbild)

Plus Bei Babenhausen sind tierische Überreste nicht ordnungsgemäß entsorgt worden. Ein Mann fand sie im Gebüsch, als er mit seinem Hund Gassi ging.

Es war eine grausige Entdeckung, die ein Babenhauser kürzlich am Wegesrand machte: Er fand Tierknochen und Innereien in einem Gebüsch. Sein Hund habe während eines Spaziergangs auf den Geruch reagiert und ihn auf die tierischen Überreste – augenscheinlich eines Rindes – aufmerksam gemacht, berichtet er. Mit der Vermutung, dass diese versteckt und nicht ordnungsgemäß entsorgt worden waren, informierte der Mann die Marktgemeinde; diese wiederum das Veterinäramt am Unterallgäuer Landratsamt. Was hat es mit den Fundstücken auf sich?

Die Behörde teilt auf Nachfrage mit, dass tierische Überreste dieser Art eigentlich über eine Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgt werden sollten. Die für den Landkreis Unterallgäu zuständige Einrichtung befindet sich in Kraftisried ( Ostallgäu). Dass solche tierischen Überreste nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, komme allerdings immer wieder vor, so die Pressestelle: „Im Unterallgäu befasst sich das Veterinäramt mehrmals im Jahr mit solchen Fällen.“

Verstoß gegen das „Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz“

Wie bei einem Fund wie dem in Babenhausen vorgegangen wird? „Ziel ist es natürlich, den Verursacher zu ermitteln, was meist recht schwierig ist.“ Kann kein Verursacher ermittelt werden, sei der Grundstückseigentümer zur Entsorgung verpflichtet. Auch in Babenhausen wurden die Überreste schließlich weggeschafft.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West erklärt, handelt es sich wohl um einen Verstoß gegen das „Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz“. Das Regelwerk mit dem sperrigen Namen sieht unter anderem eine Beseitigungs- und Meldepflicht vor. Bei Verstößen handelt es sich laut Polizeisprecher Holger Stabik um Ordnungswidrigkeiten, für die Bußgelder drohen. Insbesondere, wenn eine Tat einen gewerblichen Hintergrund hat, kann die Summe in den hohen fünfstelligen Bereich gehen. Generell handele es sich „eher um einen Seltenheitsverstoß“, so Stabik. Im Bereich der Polizeiinspektion Memmingen, welcher der Raum Babenhausen zugeordnet ist, sei 2020 nichts dergleichen bekannt geworden.

Ende 2019 berichtete unsere Zeitung über einen rätselhaften Vorfall nahe Ebershausen im Nachbarlandkreis Günzburg: An der B300 war ein totes Kalb im Gras gelegen. Eine Spaziergängerin entdeckte es, als sie mit ihrem Hund unterwegs war. Ob das Kalb ausgebüxt und gestorben war, tot geboren oder gar ausgesetzt und sich selbst überlassen wurde, ließ sich nicht beurteilen. Dass ein totes Kalb am Straßenrand „entsorgt“ wird, wäre ungewöhnlich, sagte im Nachgang ein Sprecher der Krumbacher Polizei, dem kein solcher Fall bekannt war. Hin und wieder komme es vor, dass jemand illegal Schlachtabfälle im Wald ablege. Lesen Sie dazu auch: Unbekannter entsorgt totes Kalb bei Ebershausen im Wald.

Weitere Informationen zum Thema unter www.landratsamt-unterallgaeu.de (Rubrik Veterinäramt).

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