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Kellmünz

05.05.2017

Spielen nach den Lehren Kneipps

Toben und Spielen nach den Lehren Sebastian Kneipps. Als erster Kindergarten im südlichen Landkreis soll die Einrichtung in Kellmünz in diesem Jahr als Kneipp-Kindergarten zertifiziert werden.
Bild: Wilhelm Schmid

Als erste im südlichen Landkreis soll die Einrichtung in Kellmünz als Kneipp-Kindergarten zertifiziert werden. Auch das neue Wohngebiet am Friedhof ist Thema im Marktrat.

Als erster Kindergarten im südlichen Landkreis wird die Einrichtung in Kellmünz ihre Arbeit nach der Lehre Sebastian Kneipps ausrichten. Seit April 2016 ist das Team der „Glückskäfer“ dabei, sich als Kneipp-Kindergarten zertifizieren zu lassen. Leiterin Inge Schmid stellte während der jüngsten Marktgemeinderatssitzung dazu ein ausführliches Konzept vor, nach dem die Bildungs- und Erziehungsplanung der Einrichtung unter das Motto Kneipp gestellt wird.

Dieses umfasst die fünf Säulen der Lehre des berühmten Bad Wörishofer „Wasserdoktors“: Wasser, Heilpflanzen, Bewegung, Ernährung und Lebensordnung. Zum Programm des Kindergartens gehören etwa Wassertreten, gesunde Brotzeiten und regelmäßige Bewegung drinnen und draußen. Sowohl die Leiterin des Kindergartens als auch zwei ihrer Mitarbeiterinnen haben sich bereits dafür ausbilden lassen. Nach weiteren Fortbildungen ist vorgesehen, sich vom Kneippbund zertifizieren zu lassen, womit auch Zuschüsse und weitere Unterstützungen zu erwarten sind. Inge Schmid zeigte anhand von Bildern auf, wie viel Spaß und Lernerfolg die Kinder hierbei haben und dass auch die Eltern gerne mitmachten.

Der gesamte Marktgemeinderat nahm zustimmend Kenntnis von den Vorschlägen. Die Zertifizierung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Abschließend wurde die Frage von Bürgermeister Michael Obst, ob sich die Mitglieder des Gemeinderates denn auch einmal zum Kneippen im Kindergarten treffen könnten, von dessen Leiterin gerne bejaht.

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Auch ein weiterer wichtiger Punkt stand für die Räte am Mittwochabend zur Beratung an: Die Erschließungsplanung für die Bebauung des Friedhofsgebiets wurde von Planer Lukas Tretbar vorgestellt. Wie berichtet, soll nördlich des Friedhofs ein neues Wohngebiet entstehen. Nach Aussprache einigte man sich einstimmig auf die Variante, bei der entlang der Friedhofsmauer vier Bauplätze erschlossen werden, wobei am Ende der Sackgasse entlang der Friedhofsmauer keine Wendeanlage vorgesehen werden soll. Das Büro Kling Consult wurde mit der Ausführungsplanung einschließlich der Einleitung des Vergabeverfahrens beauftragt, sodass die Baumaßnahme Ende Juli begonnen und Ende November dieses Jahres abgeschlossen werden soll.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde Marktrat Georg Funke als weiterer Vertreter der Gemeinde in die Mitgliederversammlungen des Naherholungsvereines im Landkreis Neu-Ulm delegiert.

Zuletzt gab Bürgermeister Michael Obst bekannt, dass Kellmünz mit 1,6 Prozent den höchsten Anteil an Asylbewerbern pro Kopf der Bevölkerung im gesamten Landkreis aufweise. Man liege deutlich über dem Soll. Probleme sah der Bürgermeister auf die Gemeinde durch die sogenannten Fehlbeleger zukommen – also Asylbewerber, die bereits anerkannt sind, aber noch in den Sammelunterkünften wohnen. Hier habe Landrat Thorsten Freudenberger Unterstützung zugesagt, denn sonst könne es passieren, dass diese Personen die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen müssten und dann bei der Marktgemeinde als Obdachlose vor der Türe stünden. Der Landrat werde hierzu die „Solidarität aller Gemeinden“ einfordern.

Die Diskussion ist geschlossen.

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