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13.10.2017

Stockschützen fehlt der Nachwuchs

Illertisser Verein hat sich aufgelöst

Nachwuchsprobleme bereiten vielen Vereinsmitgliedern Sorgen – so auch den Illertisser Eisstockschützen. Wie der bisherige Vorsitzende nun auf Nachfrage mitteilt, hat sich der Verein aufgelöst. Für Pfeiffer keine große Überraschung, denn die Sportler hätten schon seit Längerem Nachwuchsprobleme gehabt.

„Wir hatten bis jetzt 32 Mitglieder“, sagt Pfeiffer. „Und die sind alle in einem ähnlichen Alter gewesen.“ Die Teilnehmer waren Pfeiffer zufolge im Schnitt 70 Jahre alt. Er selbst war 37 Jahre lang der Chef der 1972 gegründeten Gruppe und hat in dieser Zeit einiges versucht. „Wir haben Flyer verteilt und Jedermannturniere durchgeführt“, sagt Pfeiffer. Doch nach der Flyer-Aktion sei niemand Neues zu den Stockschützen gekommen. Der Sport sei einfach nicht so berühmt. Pfeiffer meint, anderen Eisstockschützenvereinen gehe es vermutlich ähnlich.

Was mit dem Gelände am Illertisser Schützenheim passiert, ist unklar. Laut Pfeiffer waren die Eisstockschützen nur die Pächter der Fläche, die dem Schützenverein gehört. Ganz aufhören möchte Pfeiffer mit seinem Hobby jedoch nicht. „Es könnte sein, dass wir auf dem Weiher sein werden, sobald er zugefroren ist.“

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Zeitaufwendiges Hobby für Jugendliche

Wolfgang Stöhr vom Eisstockschützenverein (ESSV) Filzingen ist überzeugt davon, dass sein Verein –der ebenfalls 1972 aus der Taufe gehoben wurde – bestehen bleiben wird. Er gibt aber zu, dass das Stockschießen, das nur eine von vielen Sparten des Sportvereins in Filzingen ist, bereits eingestellt wurde. Es gebe unter anderem regelmäßige Jedermannturniere, aber kein Training mehr. Derzeit zählt Stöhr etwa 15 Stockschützen in Filzingen. Im gesamten ESSV, der beispielsweise auch Frauenturnen anbietet, sind rund 220 Mitglieder. Die meisten Stockschützen seien zwischen 50 und 75 Jahre alt. „Eisstockschießen ist einfach anders als Fußball“, sagt der Vorsitzende. Für Bezirksturniere müsse man teilweise nach Augsburg fahren. „Um 7 Uhr morgens gehen die los, das heißt, man muss am Samstag um 5 Uhr aufstehen.“ Er vermutet, dass das unter anderem viele Jugendliche am Eisstockschießen abschrecke. (feema)

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