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Altenstadt

20.11.2018

War’s das mit den Falschparkern in Altenstadt?

Die Poller im nördlichen Bereich des Hermann-Rose-Platzes bleiben bestehen. Vier mobile Pflanztröge und eine große Sitzbank kommen im Süden dazu.
Bild: Felicitas Macketanz

Das wilde Parken am Hermann-Rose-Platz ist vielen ein Dorn im Auge. Nun wird nach Barrieren für die Verkehrssünder gesucht.

Der Hermann-Rose-Platz in Altenstadts Ortsmitte hat es schon einmal auf die Tagesordnung des Gemeinderats geschafft. Zu oft würden dort Verkehrssünder einfach über den Bordstein fahren und ihre Fahrzeuge verkehrswidrig direkt auf dem Platz abstellen, hieß es unter anderem vonseiten des Bürgermeisters Wolfgang Höß. Was die Räte suchten, waren sinnvolle Lösungen – die nun sogar gefunden werden konnten.

Verschiedene Ideen brachte Landschaftsarchitektin Susanne Wamsler ins Spiel, die bereits am neuen Marktplatz mitgearbeitet hat. „Ich würde wahnsinnig gerne den Sprung über die Straße schaffen“, sagte sie. Gemeint ist damit, jene Elemente aufzugreifen, die schon beim Marktplatz verbaut wurden, also etwa ähnliche Bänke, Farben, Formen. Es soll ein einheitliches Bild entstehen – mit Wiedererkennungswert im Ortszentrum.

Eine Variante waren Liegebänke mit Pflanztrögen, die den Platz aufwerten und Verkehrssünder vom Wildparken abhalten sollen. Die Gestaltung der Bänke orientiert sich optisch laut Wamsler an der des Marktplatzes. „Und damit es bunter wird, kann man bepflanzte Tröge aufstellen“, sagte sie. Variante zwei sieht eine größere Sitzbank und ebenfalls Begrünungen vor. Als dritten Vorschlag legte Wamsler Zeichnungen einer Kombination aus beiden Ideen auf den Tisch: Ein einziges Element soll den Hermann-Rose-Platz schmücken – es besteht aus Sitzbank und Pflanztrögen in einem Stück.

Wildparker am Hermann-Rose-Platz

Das Areal mit diesen Methoden von Wildparkern freizuhalten, bezweifelte jedoch unter anderem Rat Albert Merk (Freie Wählergemeinschaft). „Wenn Sie das nicht absperren, dann wird das wieder zugeparkt“, sagte er, an die Planerin gewandt. „Das muss unterbunden werden, weil sich das Verhalten der Autofahrer sonst nicht ändert. Ich glaube, es ist gut gedacht, aber wir müssen das anders machen, wenn wir es parkfrei wollen.“ Bürgermeister Wolfgang Höß stimmte Merk zu: Das Fahren über den Gehweg am Hermann-Rose-Platz sei nicht mehr zu dulden. Poller zur Absperrung wurden bereits öfters genannt und erneut von Christian Dossenberger (FWG) angeregt. „Die Poller, die gegenüber der Apotheke sind, finde ich nicht schlecht“, sagte der Marktrat. Höß gab aber zu bedenken, dass Poller im Gegensatz zu mobilen Trögen fixiert seien – und bei Bedarf nicht verschoben werden könnten. Beispielsweise zum Aufstellen des Maibaumes. CSU-Fraktionssprecher Hubert Berger fand deutlichere Worte: „Das mit den Pollern ist das Blödeste, was wir machen können.“ Neben der Parksituation ließen sich die Gemeinderäte auch über den Durchgangsverkehr an der Memminger Straße aus. Lastwagenfahrer fuhren nicht mit 50 Stundenkilometern, sondern mit 60 durch den Ort, sagte beispielsweise Rat Jochen Anders (FWG). „Da laufen auch die Kinder über die Straße.“ Und CSU-Marktrat Richard Möst war der Meinung, dass jemand, der stur mit 50 Stundenkilometern durch den Ort fahre, nicht mehr „haltbar“ sei. Da sowieso eine Verbindung zwischen Marktplatz und Hermann-Rose-Platz gewünscht sei, werden dort in Zukunft mehr Menschen die Straße queren.

Nach angeregter Diskussion fiel diesmal eine Entscheidung, wie der Platz in Zukunft für Autofahrer unzugänglich gemacht werden soll: Alle Marktgemeinderäte stimmten für eine große Sitzbank und etwa vier mobile Pflanztröge, die bei Bedarf verschoben werden können. Wann der Platz umgestaltet werden soll, ist noch unklar, ebenso wie die Höhe der Kosten, teilte Wamslers Kollegin Angelika Mielke auf Nachfrage mit.

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