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Osterberg

20.11.2020

Wie Osterberg mit neuen Müll-Regeln Familien entlasten will

Osterberg will Familien mit Windelsäcken unterstützen.
Bild: Kaya

Plus Die Gemeinde Osterberg hat sich über die aktuellen Müllgebühren Gedanken gemacht. Wer von der Neuregelung profitiert – und was sich beim Sperrmüll ändert.

Osterberger Familien mit Kleinkindern erhalten kostenlose Windelsäcke. Pflegebedürftige und Stoffwindelbenutzer können einen Zuschuss zu den Müllgebühren beantragen. Die hat der Osterberger Gemeinderat einstimmig beschlossen. So soll die Neuerung genau geregelt werden.

Auch in Altenstadt und Kellmünz erhalten Familien mit Kleinkindern einen Windelsack

Bürgermeister Werner Martin erläuterte, dass die Verwaltung sich dazu auch bei den anderen beiden Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft erkundigt hatte. In Altenstadt und Kellmünz erhalten Familien mit Kleinkindern (bis drei Jahren) demnach pro Mülltonnen-Leerung einen Windelsack kostenfrei. Außerdem wurden Zuschüsse zu den Müllgebühren für Kleinkinder bei der Verwendung von Stoffwindeln und auch für Pflegebedürftige bereits eingeführt. Der monatliche Zuschuss deckt die Kosten für einen Windelsack ab.

Derzeit gibt es in Osterberg und Weiler mehr als 50 Kinder im Alter bis zu drei Jahren. Das Ratsgremium sprach sich dafür aus, dass Familien von Pflegebedürftigen bei Vorlage eines Attests ebenfalls zwölf Windelsäcke pro Jahr zur Verfügung gestellt bekommen. Zudem führt die Gemeinde Windelsäcke für Kleinkinder ein und rechnet Müllgebührenzuschüsse bei der Nutzung von Stoffwindeln an. Pro Tonnen-Leerung wird ein Windelsack zur Verfügung gestellt. Der Zuschuss beträgt 4,60 Euro und entspricht damit dem Preis eines Müllsackes (blauer Sack) pro Monat. Die Regelungen gelten ab Januar 2021.

Osterberg will damit junge Familien und Pflegebedürftige unterstützen

Der Bürgermeister betonte, dass die Gemeinde junge Familien und Pflegebedürftige unterstützen will. Außerdem sei es auch das Ziel gewesen, eine einheitliche Vorgehensweise innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt umzusetzen. Dies sei nun gelungen.

Der Osterberger Gemeinderat will im Hinblick auf einen guten Bürgerservice auch weiterhin eine Sperrmüllabholung anbieten. Während der letzten Sitzung machte Bürgermeister Martin Werner allerdings deutlich, dass die Abholung des Sperrmülls nicht mehr kostendeckend abgewickelt werden kann. 0,40 Euro pro Kilogramm Sperrmüll reichen demnach nicht mehr für eine wirtschaftliche Abwicklung aus.

So verändern sich die Kosten bei der Sperrmüllabfuhr in Osterberg

Martin Werner erläuterte, dass die Gemeinde die Sperrmüllabfuhr für die Bürger kostenneutral anbieten will, aber andererseits auch keine Defizite in Kauf nehmen könne. Vor allem für ältere Mitbürger oder Bürger, die nicht mobil sind, sei dies ein sinnvolles Angebot. Die Abholungen selbst finden zweimal im Jahr statt. Letztlich wolle man auch nicht, dass Sperrmüll illegal im Wald abgelagert wird. Die Rätegemeinschaft sah dies ähnlich und stimmte der Beibehaltung der Sperrmüllabfuhr zu. Der Kilopreis wird aufgrund der Unterdeckungen auf künftig 0,60 Euro angehoben.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt setzte sich das Ratsgremium mit der kommenden Bundestagswahl 2021 auseinander: Es ging um die Frage, ob in Weiler das Wahllokal beibehalten werden soll. Der Bürgermeister berichtete, dass sich während der Kommunalwahl in Osterberg insgesamt 551 Wähler ins Wahlverzeichnis eingetragen haben. In Weiler waren es 181 Wahlberechtigte. In Weiler sei die Beteiligung an der persönlichen Stimmabgabe immer hoch gewesen. Die Rätegemeinschaft hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, auch künftig ein Wahllokal sowohl in Osterberg wie auch in Weiler offen zu halten.

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