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Babenhausen

24.06.2020

Wie viel verdient der Landrat des Unterallgäus?

Der Kreistag im Unterallgäu hat jetzt festgelegt, wie viel Geld der neue Landrat für seinen Job bekommt.
Bild: Gerd Gropp/Fotolia

Plus Der Unterallgäuer Kreistag hat festgelegt, wie viel Geld Landrat Alex Eder bekommt. Auch bei der Entschädigung für Kreisräte hat sich etwas getan.

Was verdient der Unterallgäuer Landrat? Wie viel Geld bekommen seine Stellvertreter? Was erhalten die Kreistagsmitglieder für die Teilnahme an einer Sitzung? Das hat der Unterallgäuer Kreistag jetzt festgelegt.

Das Einkommen hängt von der Einwohnerzahl des Landkreises ab

Was ein Landrat verdient, hängt nach Angaben des Landratsamtes von der Einwohnerzahl eines Landkreises ab. Bei rund 145.000 Einwohnern wie im Unterallgäu steht einem Landrat als kommunalem Wahlbeamten per Gesetz Besoldungsgruppe B6 zu. Das entspricht monatlich rund 9900 Euro brutto. Zusätzlich erhält der Landrat eine Dienstaufwandsentschädigung, die vom Kreistag zu Beginn der Amtszeit beschlossen wird. Diese Entschädigung soll den durch das Amt bedingten Mehraufwendungen in der Lebensführung Rechnung tragen. Der Kreistag sprach sich einstimmig dafür aus, es hier wie bisher beim Höchstsatz zu belassen. Damit beträgt die Entschädigung rund 1350 Euro pro Monat.

Alex Eder

Das Dienstfahrzeug darf auch privat genutzt werden

Darüber hinaus stimmte der Kreistag auch der gelegentlichen privaten Nutzung des Dienstfahrzeugs durch den Landrat zu. Alex Eder hat nach eigenen Worten nicht vor, den Dienstwagen privat zu fahren. Er wolle sich aber für den Fall absichern, dass sich zum Beispiel zwischen zwei Außenterminen doch eine private Nutzung ergibt.

Wie viel verdient der Landrat des Unterallgäus?

Zum Stellvertreter von Alex Eder wiedergewählt worden ist in der konstituierenden Sitzung der Mindelheimer Bürgermeister und Kreisrat Stephan Winter. Der Kreistag beschloss nun, dass er für die Vertretung eine Entschädigung von 1400 Euro pro Monat bekommt. Unter Berücksichtigung der Besoldungsentwicklung entspricht das dem bisherigen Betrag. Darüber hinaus erhält Winter eine Tagespauschale in Höhe von 60 Euro, wenn er den Landrat länger als drei Tage im Amt vertritt.

So werden die Stellvertreter des Landrats entschädigt

Die weiteren Stellvertreter des Landrats – Michael Helfert, Daniel Pflügl und Christian Seeberger – bekommen eine monatliche Aufwandsentschädigung von jeweils 400 Euro. Damit fallen für die weiteren Stellvertreter des Landrats wie bisher insgesamt 1200 Euro pro Monat an. In der vergangenen Wahlperiode gab es zwei Stellvertreter, die sich diesen Betrag teilten.

Kreisräte erhalten für die Teilnahme an einer Sitzung künftig 70 und damit zehn Euro mehr als bisher. Darüber hinaus wird bei Arbeitnehmern und Beamten der Verdienstausfall vergütet. Für Selbstständige gibt es eine pauschale Verdienstausfallentschädigung in Höhe von 70 Euro. Das gilt auch für Personen, denen im beruflichen oder häuslichen Bereich ein Nachteil entsteht. Zudem werden die Fahrtkosten zur Sitzung mit 30 Cent pro Kilometer erstattet.

Es gibt einen neuen Ausschuss zum Thema Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung

Neu gebildet worden ist außerdem ein Ausschuss zum Thema Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung. Damit gibt es nun neun Kreistagsausschüsse. Der neue Ausschuss übernimmt die Aufgaben des bisherigen ÖPNV-Beirats, der dafür aufgelöst wird. Der Beirat war rein beratend tätig. Der Ausschuss kann auch beschließen. In dem neuen Ausschuss sitzen Alfons Weber, Robert Sturm, Stefan Welzel und Thomas Karrer (CSU), Dieter Miller, Josef Diebolder und Karin Schmalholz (Freie Wähler), Daniel Pflügl (Grüne), Peter Wachler (JWU), Johann Wesselak (AfD), Michael Helfert (SPD/FDP-Fraktion) und Christian Fröhlich (ÖDP-BfU).

Neben dem Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung gibt es den Kreisausschuss, den Bauausschuss, den Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus, den Ausschuss für Personal und Soziales, den Schul-, Kultur- und Sportausschuss, den Jugendhilfeausschuss, den Rechnungsprüfungsausschuss und den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz. Letzterer hieß früher Umweltausschuss und wurde auf Antrag der ÖDP-Fraktion entsprechend umbenannt. Die Ausschüsse beraten die ihnen übertragenen Themen für den Kreistag vor und fällen auch selbst Entscheidungen.

Auch einen neuen Facebook-Auftritt gibt es

Der Landkreis Unterallgäu präsentiert sich jetzt auch auf Facebook. Darüber informierte Landrat Alex Eder die Mitglieder des Unterallgäuer Kreistags. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Auftritt der mittlerweile aufgelösten Unterallgäu Aktiv GmbH, die dort über die Lokale Aktionsgruppe Kneippland Unterallgäu, Wirtschaft, Freizeit und Tourismus informiert hat. Der Auftritt wurde zur offiziellen Landkreis-Seite umgebaut. (az)

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