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Senden: Bis zu 150 Wohnungen entstehen an der alten Spinnerei in Ay

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Bis zu 150 Wohnungen entstehen an der alten Spinnerei in Ay

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    Auf dem Grundstück an der ehemaligen Spinnerei in Ay gehen die Planungen für neue Wohnhäuser weiter.
    Auf dem Grundstück an der ehemaligen Spinnerei in Ay gehen die Planungen für neue Wohnhäuser weiter. Foto: Alexander Kaya

    Das neue Wohngebiet an der ehemaligen Spinnerei in Ay kommt voran - aber langsamer als gedacht. Eigentlich hätte der Entwurf des Bebauungsplans bereits im Herbst öffentlich ausgelegt werden sollen, doch nun haben die Planer in Absprache mit der Sendener Verwaltung Änderungen eingefügt. Deswegen musste der Bauausschuss erneut entscheiden - und gab den Planern einige Auflagen wie eine maximale Anzahl an Wohnungen mit. 

    Das Grundstück der ehemaligen Spinnerei Senden ist circa 13.500 Quadratmeter groß und liegt seit geraumer Zeit brach. Schon vor einigen Jahren hat die Eigentümerin, die Firma Allgaier Immobilien, wegen einer neuen Bebauung angefragt. Das Areal wurde bis 2019 als Lager- und Logistikfläche genutzt, danach wurden die bestehenden Gebäude abgerissen. In Zukunft sollen dort in lockerer Form elf Mehrfamilienhäuser in U-Form stehen. Alle Wohnungen werden einen Freisitz mit Blick auf Wasser oder Wald bekommen, darunter bietet eine Tiefgarage Platz für Fahrzeuge. Im durch die U-Form entstehenden Innenhof ist viel Grün geplant, unter anderem könnte dort auch ein Spielplatz gebaut werden. 

    An der Hauptstraße in Ay könnte ein Café entstehen

    Entlang der Hauptstraße werden drei Häuser aus Lärmschutzgründen zu einem "Riegel" zusammengezogen, in diesen Gebäuden soll auch ein Café oder möglicherweise eine Kita entstehen. Zudem ist hier eine Bushaltestelle geplant. Der "Riegel" wird aber kein gerader Block, sondern das mittlere Gebäude nach hinten versetzt, sodass die Fassade durchbrochen wird, betont Luana Cortis vom Unternehmen KVL Projektentwicklung in der Sitzung. Die beiden Eckgebäude des "Riegels" werden ein Stockwerk höher sein als die anderen Häuser. Insgesamt sind alle Häuser etwas höher als die östlich benachbarten Gebäude. Das liege an der Wasserkante, erklärte Planerin Cortis. Man wolle das Erdgeschoss der Häuser unbedingt über diese kritische Schwelle bauen, sodass es im Hochwasserfall trocken bleibt. Zudem steige das Gelände Richtung Illerkanal an, deswegen seien die Häuser an sich kaum höher als die benachbarte Bebauung. 

    Derzeit läuft zudem ein Verkehrsgutachten, das genau klären soll, wo und wie die Zu- und Abfahrten zum Gelände und der Tiefgarage aussehen sollten. Sicher ist, dass das neue Wohngebiet von der Hauptstraße aus erschlossen wird. Zum nebenliegenden Grundstück der Städtebaugesellschaft gibt es einen Fuß- und Radweg. Außerdem überlegen die Planer, wie man es schaffen könnte, dass der große Rechen am nebenliegenden Ayer Kraftwerk leiser wird. Derzeit mache er durchaus Lärm, wenn er Blätter oder Ähnliches aus dem Kanal fischt, möglicherweise könne man das Gerät einbauen. 

    Die Sendener Stadträte haben viele Änderungswünsche

    Die Stadträte hatten einige Änderungswünsche: Richtung Illerkanal muss die Bebauung offen und locker bleiben, man wolle hier keine geschlossene Häuserreihe. Theo Walder (CSU) beantragte, festzuschreiben, dass diese Reihe nicht verbunden werden darf - mit Erfolg. Cortis bekräftigte dies auch als ihren Wunsch, doch müsse man nun wegen des lauten Rechens am Kraftwerk abwarten, wie die Lärmwerte seien. Helmut Meisel (Grüne) kritisierte die steigende Quadratmeterzahl an Nutzfläche. Es sollten ursprünglich 154 Wohnungen gebaut werden, "aber das stimmt doch schon lange nicht mehr". Edwin Petruch (Freie Wähler) beantragte, die Anzahl an möglichen Wohnungen auf maximal 150 zu begrenzen. Zudem wolle er ein Baufenster direkt um die einzelnen Häuser, so sei gesichert, dass die Gebäude einzeln und locker angeordnet auf der Fläche entstehen. Dieser Antrag wurde beschlossen. Mit den Änderungen wird der Bebauungsplanentwurf nun öffentlich ausgelegt. 

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