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Krumbach

18.10.2017

Die Grabgebühren in Krumbach steigen

In Krumbach sollen die Grabgebühren steigen. Unser Bild zeigt den Westfriedhof.
Bild: Maximilian Czysz

Warum die Stadt eine Anhebung plant und wie die künftige Regelung aussieht.

Die Grabgebühren auf den Krumbacher Friedhöfen werden ab Januar 2018 erhöht. Herbert Micheler vom Kommunalen Prüfungsverband Bayern erläuterte die Einzelheiten dazu in der jüngsten Sitzung des Krumbacher Hauptausschusses. Nicht erhöht werden sollen die Bestattungsgebühren, mit Ausnahme der Benützung des Leichenhauses.

Friedhofsgebühren sollen wie beispielsweise Gebühren für Wasser, Abwasser oder Abfallbeseitigung kostendeckend sein. Für einen Zeitraum von vier Jahren wird dazu eine Vorauskalkulation erstellt. Eine Nachkalkulation für die Jahre 2013 bis 2016 habe laut Micheler eine Kostenunterdeckung von rund 182000 Euro ergeben. Durch eine Gebührenerhöhung im Jahr 2014 sei jedoch eine deutliche Verbesserung bei der Kostendeckung erzielt worden. In der Zeit von 2014 bis 2016 liegt die Unterdeckung bei rund 69000 Euro und entspricht damit laut Micheler einem Deckungsgrad von rund 92 Prozent. Ein Ausgleich der Unterdeckung sei laut Micheler nicht erforderlich.

Die vom Kommunalen Prüfungsverband erstellte neue Kalkulation umfasst den Zeitraum von 2018 bis 2021 und kommt auf folgende neue Gebühren. Neben den neu kalkulierten Kosten sind Alternativkosten genannt, bei denen die Erhöhung für große Gräber weniger stark ausfällt als bei kleinen Gräbern.

Betroffen von den Gebührenerhöhungen sind der Ostfriedhof und der Westfriedhof in Krumbach sowie die Friedhöfe in der Ortsteilen Attenhausen, Billenhausen, Edenhausen, Hohenraunau und Niederraunau.

Die „Liegezeit“ bei den Gräbern beträgt 20 Jahre. Dies ist laut Geschäftsleiter Fridolin Kerler gesetzlich festgelegt. Danach bestehe die Möglichkeit, ein Grab für weitere 20 Jahre oder auch für zehn Jahre zu mieten.

Ob Einsparungen bei den Gebühren möglich seien, wollten Gerhard Weiß (CSU) und Dr. Marcus Härtle (UFWG) wissen. Lediglich bei der Grünpflege, die durch den Bauhof ausgeführt wird, könnte sich Kerler eventuell Einsparungen vorstellen. Doch dann müssten die Arbeitseinsätze durch den Bauhof nicht mehr nach Bedarf, sondern nach konkreten Vorgaben durchgeführt werden. Bei einer Vergabe der Arbeiten an ein Unternehmen, wie es Härtle vorschlug, sahen sowohl Kerler als auch Bürgermeister Hubert Fischer unter anderem das Problem, dass die Arbeiten bei Beerdigungen unterbrochen werden müssten.

Der Vorteil des Krumbacher Bauhofs sei, dass er in solchen Fällen flexibler agieren könne. Laut Kerler finden in Krumbach durchschnittlich rund 150 Bestattungen im Jahr statt. Der Hauptausschuss billigte beide Varianten der Kostensteigerung. In einer der nächsten Stadtratsitzungen soll darüber abgestimmt werden, welche Variante zum Zuge kommt.

Grabgebühren in Krumbach:

Grabstätte mit einem Grabplatz:

bisher waren es 41 Euro pro Jahr, neu 47 Euro pro Jahr (alternativ 53 Euro).

Zwei Grabplätze:

bisher 80 Euro, neu 86 Euro (83 Euro).

Drei Grabplätze:

bisher 119 Euro, neu 124 Euro (114 Euro).

Vier oder mehr Grabplätze:

bisher 159 Euro, neu 162 Euro (145 Euro).

Kindergrabplatz:

bisher 21 Euro, neu 30 Euro (38 Euro).

Urnengrab:

bisher 35 Euro, neu 66 Euro (67 Euro).

Gruft:

bisher 48 Euro, neu 49 Euro (54 Euro).

Urnennischen für zwei Urnen:

bisher 51 Euro, neu 67 Euro (74 Euro).

Urnennischen für vier Urnen:

bisher 100 Euro, neu 110 Euro (113 Euro). Urnengrab mit Einfassung: bisher 63 Euro, neu 66 Euro (68 Euro).

Anonymes Urnengrab:

bisher 23 Euro, neu 29 Euro (39 Euro).

Benützung des Leichenhauses (je angefangene 24 Stunden):

bisher 56 Euro, neu 62 Euro.

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