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Thannhausen

07.11.2017

Neuer Abschnitt in der Partnerschaft

Großen Spaß hatten (von links) Thannhausens Bürgermeister Georg Schwarz, sein französischer Amtskollege Herve Desserouer aus der Partnerstadt Mortain, und Nayah, die Enkelin des französischen Bürgermeisters, bei der Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung von Künstlern aus beiden Städten im Thannhauser Rathaus.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Erstmals gab es in Thannhausen eine große gemeinschaftliche Schau französischer und deutscher Künstler. Ein Zeichen, dass die Beziehung beider Städte lebendig ist.

Die 36-jährige Geschichte der Städtepartnerschaft zwischen Thannhausen und der normannischen Stadt Mortain ist geprägt von vielen gemeinschaftlichen Aktionen. Wechselseitige Besuche mit Besichtigungsfahrten zu den Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Region, Schüleraustausch, Schulterschluss der Vereine beider Städte, vor allem der Musik- und der Sportvereine, das sind bislang die Klassiker der Partnerschaft. Eine große Chance, die wechselseitigen Beziehungen immer wieder neu zu beleben, dürfte auch das gemeinsame Ausstellen bildender Künstler aus beiden Regionen bieten.

Bei den Themen gibt es nationale Eigenheiten und Schwerpunkte

Die Idee dazu entstand 2016 und im April 2017 präsentierten Künstler aus Mortain und aus Thannhausen erstmals ihre Werke in der normannischen Partnerstadt. Bis zum 10. Dezember stellen nun im Gegenzug zwölf Franzosen und 13 Deutsche im Rathaus von Thannhausen aus. Brigitte Wiedemann organisierte die Thannhauser Ausstellung, die das Rathaus in eine Galerie verwandelt, deren Besuch sich definitiv lohnt.

Die Ausstellung zeugt davon, dass sie eine wirksame Möglichkeit des Miteinanders der Völker ist. Denn wie die Sprache der Musik international ist, so sind es auch Farben, Formen, Strukturen, Bildkomposition und künstlerische Techniken. Beim Durchgang durch die Ausstellung fallen deshalb zunächst die Gemeinsamkeiten ins Auge. Die Künstler aus beiden Regionen teilen sich die Lust am Gestalten, am Verwirklichen eigener Vorlieben und am Experimentieren mit Farbe und Form, sodass der Betrachter ohne die Hinweise bei den Bildern nicht entscheiden könnte, ob ein Werk deutscher oder französischer Herkunft ist. Bei den Themen gibt es dann eher nationale Eigenheiten und Schwerpunkte. Vor allem die Landschaftsbilder sprechen hier eine eigene Sprache. Die Franzosen bevorzugen das Meer, sind stolz auf den Mont St. Michel oder lokale Sehenswürdigkeiten von Mortain, beispielsweise „La petite cascade“.

Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Bürgermeister Georg Schwarz die 40 aus Mortain angereisten Gäste und eine große Zahl interessierter Bürger aus Thannhausen und dem Umland. Einen „weiteren Meilenstein in der Geschichte der Städtepartnerschaft Mortain-Thannhausen“ nannte der Rathauschef die Ausstellung. Sein Kollege aus Mortain, Bürgermeister Herve Desserouer, meinte, die Solidarität unter den Völkern müsse aktiv gepflegt werden.

Städtepartnerschaft Thannhausen und Mortain ist auf einem guten Weg

Der geistige und emotionale Austausch über die Kunst sei sehr geeignet, die Menschen unterschiedlicher Nationen miteinander zu verbinden. Gertud Zimmermann-Wejda, Vorsitzende des Thannhauser Partnerschaftskomitees, erinnerte an das Motto der Partnerschaft: „Gemeinsam Wege gehen und Spuren hinterlassen“. Das setzte ihr französischer Kollege Gildas Leguen in die Tat um, indem er den deutschen Freunden eine Skulptur in Form einer Seeanemone überreichte, die auf Dauer im Thannhauser Rathaus platziert werden soll. Die Stadt Mortain kaufte zudem das Gemälde „Rainbow“ von Renate Kanowski auf, das im Rathaus von Mortain hängen wird.

Die sehenswerte Ausstellung, das große Interesse der Bevölkerung, neue, junge Gesichter in den Partnerschaftskomitees, ein reges Team von Übersetzern, das die Sprachbarrieren einzog, die gute Stimmung bei der Vernissage, all das sprach dafür, dass die Städtepartnerschaft Thannhausen – Mortain auf einem guten Weg ist.

Die Formation „Schwabenstreich“ begleitete die Vernissage musikalisch und setzte frische französische Akzente.

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