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Bauanträge

22.06.2020

Nur einmal lehnt der Gemeinderat Ellzee ab

Geplanter Zaun widerspricht dem Bebauungsplan. Einer Produktionshalle wird mit einer Tektur der Weg geebnet

Nur Bauanträge standen auf der Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderates Ellzee unter Leitung von Bürgermeisterin Gabi Schmucker. Nur in einem Fall konnte das Anliegen eines Antragstellers nicht in dessen Sinne beschieden werden.

Dieser wollte an der Ost- und Südseite seines Grundstückes in Ellzee eine 1,60 Meter hohe Einfriedung mit Maschendrahtzaun erstellen. Das Baugrundstück befindet sich jedoch im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Am Maderweg“, in dem ein Zaun eine Höhe von 1,20 Meter nicht überschreiten darf und Drahtzäune ausgeschlossen sind. Den Drahtzaun hinzunehmen war der Gemeinderat bereit, da es solche bereits in der Umgebung gibt. Für eine Überschreitung der Höhe wurde jedoch, um keine Präzedenzfälle zu schaffen, keine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt. Über alle anderen Bauanträge wurde einstimmig positiv beschieden.

Eine Firma in Ellzee stellte den Tekturantrag für den Neubau einer Produktionshalle mit Lagerhalle. Im ursprünglichen Bauantrag waren drei Kamine mit kleinen Durchmessern vorgesehen und genehmigt, es wird jedoch nur ein Kamin mit einem Durchmesser von 2,52 Meter realisiert.

Da dieser 22 Meter hoch wird, wird die Baugrenze um 1,25 Meter überschritten. Außerdem wird im Bereich des Treppenhauses eine Firsthöhe von 13,75 Meter zugelassen. Dieses Treppenhaus dient auch als Dachzugang für Wartungsarbeiten und wird als untergeordnetes Bauteil des Gebäudes erachtet.

Weiterhin wurde das gemeindliche Einvernehmen zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Ellzee erteilt. Es wird in konventioneller Bauweise mit Satteldach errichtet und passt sich der Eigenart der näheren Umgebung an. Der Bauplatz ist voll erschlossen, die Entwässerung erfolgt über Trennsystem und das Oberflächenwasser wird vor Ort versickert.

Eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Schönhalde“ gab es für die Errichtung einer Lagerhalle als Leichtbauhalle. Wegen des geplanten Foliendaches kann die zulässige Dachneigung von 10 Grad nicht eingehalten werden, einer beantragten Dachneigung von 18 Grad wurde zugestimmt.

Bereits im vorigen Jahr war die Änderung des Bebauungsplanes „Haldenweg“ in Stoffenried als notwendig erachtet worden. Die Erdgeschossfußbodenhöhe von 30 Zentimeter über der Fahrbahnoberkante stand konträr zur vorgeschriebenen Geländeangleichung. Das Ingenieurbüro Steinbacher-Consult (Neusäß) arbeitete den neuen Sachstand in den Planentwurf ein, sodass dieser nun der Öffentlichkeit, den Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme vorgelegt werden kann. (neu)

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