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19.07.2010

Vorbildlich auch noch nach 25 Jahren

Blick hinter die Kulissen des Versorgungszentrums und der Warentransportanlage von Bezirkskrankenhaus und Kreisklinik: Im dritten Kellergeschoss werden Container vollautomatisch an Transportschienen entlang kilometerlang zwischen den einzelnen Häusern und Stationen bewegt. Unser Bild zeigt den unterirdischen Containerbahnhof.
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Blick hinter die Kulissen des Versorgungszentrums und der Warentransportanlage von Bezirkskrankenhaus und Kreisklinik: Im dritten Kellergeschoss werden Container vollautomatisch an Transportschienen entlang kilometerlang zwischen den einzelnen Häusern und Stationen bewegt. Unser Bild zeigt den unterirdischen Containerbahnhof.

Günzburg Jetzt gab es für die beiden größten Arbeitgeber in Günzburg - das Bezirkskrankenhaus (BKH) und die Kreisklinik - einen doppelten Grund zu feiern. Zum einen wurde die Automatische Warentransportanlage (AWT) in Betrieb genommen. Sie war für 4,5 Millionen Euro modernisiert worden (siehe eigener Bericht). Zum anderen feierte das Versorgungszentrum 25. Geburtstag. Es war gemeinsam mit den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach gegründet worden.

Von Georg Schalk (Texte) und Bernhard Weizenegger (Bilder)

Thomas Düll, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken Schwaben, blickte zurück. Vor 25 Jahren seien die beteiligten Partner - Bezirk und Landkreis - mit Lorbeeren geradezu überschüttet worden: "Auf lange Zeit wegweisend", "vorbildlich" und "mit Modellcharakter". "Es war in der Tat neu und innovativ, öffentlich-rechtlich-strukturierte Krankenhäuser in gemeinsame Kooperationsprojekte einzubinden. In Günzburg gingen sie sogar so weit, dass das damals neu errichtete Kreiskrankenhaus versorgungstechnisch sozusagen an den Tropf des BKH gehängt wurde", sagte Düll. Der damalige Weitblick - Günzburg war hier bayernweit Vorreiter - habe sich heute als unumgänglich in der Krankenhaus-Szenerie erwiesen. "Kommunale Kliniken, die sich nicht um weitreichende Zusammenarbeit mit benachbarten Einrichtungen bemühen, werden wohl in absehbarer Zeit vor der Schließung stehen", glaubt der Vorstandsvorsitzende.

Wie Düll hoben auch die anderen Redner die Leistung von Dr. Georg Simnacher hervor. Er habe in Personalunion als damaliger Bezirkstagspräsident und Landrat das sehr komplexe Vorhaben "zügig, konstruktiv und mit viel Vertrauensvorschuss" realisiert, so der Vorstandsvorsitzende.

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Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert bezeichnete das Zusammenwirken von Bezirk und Landkreis als "echte Erfolgsstory in der kommunalen Familie". "Was mein Vorgänger da gemacht hat, war zukunftsweisend. Beide Partner haben davon profitiert", sagte Reichert. Profitiert hätten auch die Patienten, die Krankenkassen und letztlich die Steuerzahler. Hinsichtlich der neuen AWT wünschte sich der Präsident, dass "die Ampeln immer auf Grün stehen, damit die Versorgung der Patienten reibungslos gewährleistet wird". Als "unser Plus" bezeichnete Landrat Hubert Hafner die Tatsache, dass die Kreisklinik durch die neue Anlage Raumkapazität gewinne. Die Lagerhaltung könne aufgegeben werden. "Wir sind in der glücklichen Situation, die Stärken von zwei Kliniken zu verbinden", sagte Hafner. Auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig freute sich, dass die AWT in ihrer Leistungsfähigkeit erweitert und auf den neuesten Stand gebracht wurde. Von der guten medizinischen Versorgung profitierte die gesamte Bevölkerung.

In Kürze soll mit der energetischen Sanierung des Versorgungszentrums begonnen werden. Betriebsflächen im Bereich der Apotheke und des Wirtschaftslagers sollen erweitert werden. Dort wird dann auch ein Kommissionierautomat installiert werden. Die Zeichen stehen also auf Wachstum.

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