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Waltenhausen

27.12.2019

Was Waltenhausen in zwölf Jahren erreicht hat

Mit der Anlage eines Parkplatzes beim Bürgerheim hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Geld investiert. Hinzu kommt im Bürgerheim selbst eine neue Küche, eine neue Heizung mit Anschluss an das Nahwärmenetz und die Modernisierung der Elektrotechnik. Ein behindertengerechter Aufgang und ein Vordach ergänzen die Maßnahmen. Unser Bild zeigt das Bürgerheim und eine Bauphase des Parkplatzes. 

Bürgermeister Karl Weiß blickt auf zwölf ereignisreiche Jahre in Waltenhausen zurück.

Sorgfältige Abwägung und konstruktive Zusammenarbeit bei anstehenden Vorhaben und eine sparsame Haushaltsführung trugen in den vergangenen zwölf Jahren dazu bei, dass die südlichste Gemeinde im Landkreis mit ihren Ortsteilen Hairenbuch und Weiler heute finanziell auf gesunden Beinen steht. Die Bestätigung dafür lieferte die Feststellung der Jahresrechnung für 2018 mit Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnung, den der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Josef Schuster, in der Sitzung des Gemeinderates bekannt gab.

Rücklagen Waltenhausens belaufen sich auf 740 000 Euro

Demnach beträgt zum 31. Dezember 2018 der Stand der Rücklagen rund 740 000 Euro, ein gutes Ausgangspolster für kommende Vorhaben. Dem gegenüber stehen nur noch knappe 10 000 Euro Schulden zu Buche. Das mit knapp zwei Millionen Euro bezifferte Gesamthaushaltsvolumen teilt sich auf in rund 1, 29 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und rund 710 000 Euro im Vermögenshaushalt. Schuster berichtete, dass die Prüfung keinen Anlass zu negativen Bemerkungen gegeben habe. Vielmehr wurde dem Personal der Finanzverwaltung in der Verwaltungsgemeinschaft eine korrekte und einwandfreie Arbeit bescheinigt.

Die im Haushaltsjahr angefallenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben, so weit sie nicht schon früher durch den Beschluss des Gemeinderates bestätigt, wurden gemäß der Gemeindeordnung nachträglich genehmigt. Die Ratsmitglieder folgten ohne Gegenstimme dem Vorschlag zur Entlastung, ohne Beteiligung des Bürgermeisters, der in diesem Fall nicht stimmberechtigt ist. Das gute Ergebnis nahm Bürgermeister Karl Weiß zum Anlass, um auf zwei Legislaturperioden zurückzublicken, in denen er zusammen mit vier weiteren Ratsmitgliedern im Amt ist.

Was Waltenhausen in zwölf Jahren erreicht hat

Was eine kleine Gemeinde alles leisten kann

Daraus wurde deutlich, was eine kleine Gemeinde in diesem Zeitraum an teils kostenträchtigen Vorhaben bewältigen kann. In Stichworten führte Weiß die wichtigsten Projekte auf: Hochwasserfreilegung mit einer Million Euro Kosten (im Rahmen des Kulturpaketes gab es 35 Prozent Zuschuss), Anlage eines Kinderspielplatzes, Gestaltung der Ortsmitte, Feuerwehrhausbau in Weiler in Eigenleistung, Erschließung eines neuen Baugebietes, Anbau an das Feuerwehrhaus in Waltenhausen, Erneuerung beziehungsweise Ergänzung der Straßenbeleuchtung in allen Ortsteilen mit Umstellung auf LED-Lampen, Notwasserverbund mit der Stadt Krumbach und Umstellung der Überwachung der Wasserversorgung auf das Prozessleitsystem, Radwege nach Krumbach und Hairenbuch-Ebershausen, nach Grundstückskauf Anlage eines neuen Parkplatzes beim Bürgerheim. Ferner sind jetzt 230 Häuser und 30 Grundstücke an das Glasfasernetz angeschlossen und mit der Aufstellung eines Energie-Nutzungsplanes werden 65 Gebäude mit Nahwärme versorgt. In diesem Zuge sind rund 1000 Meter Gehwege neu asphaltiert worden.

Flexibus als Erfolgsmodell

Als Erfolgsmodell bezeichnete Weiß den Flexibus, denn seit dessen Einführung zähle man jährlich rund 1000 Fahrten in der Gemeinde. „Es wundert mich selbst, wie es möglich war, in den zwölf Jahren 400 000 Euro Schulden abzubauen, die genannten Investitionen zu tätigen und jetzt ungefähr 800 000 Euro Rücklagen auszuweisen“, sagte Weiß. Dies sei das Ergebnis einer vorbildlichen Gemeinschaftsleistung, gepaart mit harmonischer und konstruktiver Arbeit im Gemeinderat, wofür er allen dankte.

Für den gemeinsamen Bauhof und die Beteiligung an den Kosten für die Sanierung des Schulzentrums in Krumbach sieht Weiß noch erhebliche Belastungen auf die Gemeinde zukommen.

Festhalten wolle man auch an der Realisierung der Ortsumgehung der Kreisstraße. Vorerst könnte eine Gewichtsbeschränkung den zunehmenden Schwerlastverkehr von der Benützung der Kreisstraße als Abkürzung von der B 300 bei Ebershausen zur B 16 bei Haupeltshofen abhalten, erhofft sich Weiß.

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