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Wahl bei der Krumbacher Feuerwehr

02.12.2012

Wolfgang Hiller bleibt Kommandant

Die neue Spitze der Krumbacher Feuerwehr (von links): Ehrenmitglied und stellvertretender Vorsitzender Paul Kobold, Vorsitzender Christian Seitz, stellvertretender Kommandant Mathias Vogel, Kommandant Wolfgang Hiller, Wahlleiter und Bürgermeister Hubert Fischer und Schriftführer Martin Strobel.
Bild: Foto Weiss

Trotz zweier Mitbewerber erhält er von den Aktiven bereits im ersten Wahldurchgang die erforderliche Mehrheit

Wolfgang Hiller ist für weitere sechs Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krumbach. Er erreichte schon im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit, obwohl er gegen zwei Mitbewerber, nämlich den Vorsitzenden Christian Seitz und Zugführer Diego Walch, anzutreten hatte. Das war die Überraschung des Abends, die ein noch nicht wahlberechtigter Feuerwehr-Nachwuchsmann kommentierte: „Ich hätte ihn auch gewählt, denn er ist ein cooler Kumpel.“ Ansonsten blieb bei der zwei Stunden beanspruchenden Neuwahl der Feuerwehrführung (fast) alles beim Alten.

Es lag schon einige Spannung über der Feuerwehr-Generalversammlung im Haus St. Michael. Seit Wochen war darüber diskutiert worden, dass sich in Krumbach drei Kandidaten um das Amt des Kommandanten bewerben. Andernorts konnte dieser Posten verschiedentlich nur mit Mühe besetzt werden. Von jeweiligen „Hausmachten“ innerhalb der wahlberechtigten Aktiven war die Rede und von einer deshalb zu erwartenden Stichwahl. Wolfgang Hiller selbst war vom Ergebnis des Wahldurchgangs überrascht, wenngleich sichtlich erfreut: Von 97 wahlberechtigten Aktiven über 16 Jahre erhielt er auf Anhieb 54 Voten (48 waren erforderlich), während sich seine Mitkonkurrenten mit 27 (Seitz) und 15 (Walch) zufriedengeben mussten.

Der Abend begann traditionell. Vorsitzender Seitz freute sich über die fast vollzählig erschienenen Aktiven („Beweis unserer Kameradschaft“), begrüßte eine Vielzahl von Gästen und ging in seinem Rückblick auf das 150-jährige Gründungsjubiläum der Wehr ein, das 2012 geprägt habe („wir erlebten viele schöne Momente“). Der übrige Veranstaltungskalender war gekennzeichnet von sportlicher Betätigung über Teilnahme an Festen benachbarter Wehren bis zur Pflege der Freundschaft mit ausländischen Kameraden. Seitz: „Man kann sagen, wir haben bei all diesen Aktionen gut zusammengearbeitet.“

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Dann war es Wolfgang Hiller, der von genau 100 Aktiven ausging und im besonderen die gute Jugendarbeit hervorhob. Fünf neue, darunter drei aus der eigenen Jugend, konnten auf einzelne Fahrzeuge verteilt werden. Urkunden hatte er parat für Achim Wachter (15-jährige Aktivität), Gerhard Kunert, Franz Ley und Hermann Hatzelmann (30 Jahre) sowie Dieter Behrends, Wolfgang Hiller, Joachim Strobel und Peter Talano (35 Jahre). Zu den 40 Übungen kamen nach Hiller eine Vielzahl von Aus- und Fortbildungen, überregionalen Schulungen und Seminare sowie bestandene Leistungsabzeichen hinzu. Fazit des Kommandanten: „Macht weiter so.“ Was die Einsätze betrifft, so waren mit den insgesamt zwölf Fahrzeugen 30 Brände, 118 technische Hilfeleistungen, 13 Sicherheitswachen und 47 sonstige Vorkommnisse zu bewältigen, die insgesamt 2425 Stunden beanspruchten. Bedeutsamstes Ereignis: Der Großbrand bei der Leipheimer Firma Wanzl mit rund 25 Millionen Euro Sachschaden.

Jugendwart Markus Link freute sich über die 22 Feuerwehranwärter, die er gegenwärtig unter seinen Fittichen hat und Georg Hofmeister sen. mahnte namens der Oldtimer-Gruppe das spärlich fließende Benzingeld an, denn „unser Magirus hat viel Durst“. Dazu der Vorsitzende: „Es kommt heuer noch etwas nach.“

Die gute Nachwuchsarbeit stellte anschließend auch Kreisbrandrat Robert Spiller an den Anfang seiner Begrüßung, bevor er zusammen mit Kreisbrandinspektor Wolfgang Härtl an Peter Bosch, Christian Steuer und Georg Hofmeister jun. das Ehrenzeichen für 25 Jahre Aktivität überreichte. Eine Überraschung hatte die Vereinsspitze für Paul Kobold parat, der aus Altersgründen den aktiven Dienst quittieren musste: Er ist ab sofort neben Walter Gleich und Siegbert Wieser drittes Ehrenmitglied der Krumbacher Wehr. Kobolds Kommentar für diese Auszeichnung: „Es war eine schöne Zeit – ich hab‘s gern gemacht.“

Schließlich war es noch Bürgermeister Hubert Fischer, der sich bei der Wehr besonders für die abwechslungsreiche 150-Jahrfeier („Ihr habt Euch gut präsentiert“) und die erfreulich gute Jugendarbeit bedankte. Sein Resümee: „Der Stadtrat steht auch künftig hinter der Wehr.“ Sichtbares Zeichen: Am Neujahrsempfang wird das zweite Wechsellader-Fahrzeug samt Abrollbehältern offiziell an die Wehr übergeben.

Wie vielfältig inzwischen das Einsatzspektrum einer Feuerwehr ist, zeigte sich zuletzt auch wieder beim Wintereinbruch.

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