Newsticker

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Madrid und ins Baskenland
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Ziemetshauser Hilfe für Corona-Opfer in Nordost-Indien

Ziemetshausen

26.04.2020

Ziemetshauser Hilfe für Corona-Opfer in Nordost-Indien

Wenigstens teilweise werden auch im Nordosten Indiens, wie hier in einem Bergdorf bei der Übergabe von Lebensmitteln durch Patres vom Orden des Hl. Franz von Sales, Gesichtsmasken getragen und weitere Maßnahmen gegen das Corona – Virus befolgt. Die Not der Leute dort allerdings ist unbeschreiblich.
Bild: Sammlung Natzer

Patres versorgen bettelarme Bevölkerung. Welche Unterstützung es aus der Region gibt.

Es ist die dritte große Spendenaktion von Gabriele Natzer vom Missionsausschuss der Pfarrei St. Peter und Paul Ziemetshausen in den vergangenen 20 Monaten für die notleidende Bevölkerung in Nordost-Indien. Im September 2018 zerstörte ein gewaltiges Feuer in Tato am Fuße des Himalaya Kinderwohnheim und Pfarrhaus der Missionsstation der Missionare des hl. Franz von Sales. Ein Jahr später verloren bei einem verheerenden Hochwasser rund 600 000 Menschen in Assam ihr Zuhause und über 60 gar ihr Leben.

Seit Ende März erhält Frau Natzer fast täglich Bilder vom Einsatz der Missionare wegen des Corona-Virus in Nordost-Indien. Seitdem der indische Prime Minister Modi den Totallockdown ausgerufen hat, ist die Situation der Tagelöhner, Arbeiter, Friseure, Kaufleute und weiterer Bevölkerungsschichten am Fuß des Himalaja mehr als schlimm geworden. Bislang konnten sie mit dem Tageslohn wenigstens die Familie ernähren. Nun sind alle Geschäfte zu, die Lebensmittelgeschäfte sind nur teilweise und dann auch nur stundenweise geöffnet. Der armen Bevölkerung fehlt jetzt jedoch das Geld, um nur das Nötigste zu kaufen.

Weil die Not der Menschen nun sehr groß ist, haben die MSFS-Missionare in Guwahati, Assam und Umgebung ein Projekt übernommen, das „Solace in times of need“ (Trost in Zeiten der Not) heißt. Die Ordensleute versorgen die Armen täglich mit wichtigen Lebensmitteln wie Reis, Linsen, Kartoffeln, Zwiebel und Salz oder Öl. Dazu bekommen die Bedürftigen Desinfektionsmittel, Seife und Gesichtsmasken. Ein Hilfspaket reicht für eine Familie eine Woche, täglich werden so zwischen 70 und 150 Familien versorgt.

Ziemetshauser Hilfe für Corona-Opfer in Nordost-Indien

Die Gefahr für die Menschen

Das war für Gabriele Natzer Grund genug, ein neues Hilfsprojekt in Asien zu starten. Kennt sie doch von deren Urlaubsvertretungen hier viele Patres persönlich, die nun mit großen Entbehrungen und erheblichen Schwierigkeiten unterwegs sind. Auch Bischof John Thomas von Arunchachal Pradesh (Nordostindien) hat Natzer über die Schwierigkeiten in seiner Diözese berichtet. Zum Glück, so schreibt er, ist in seinem Bundesland durch die strengen Ausgangsbeschränkungen (mutmaßlich) noch niemand infiziert. Allerdings, „wenn der Virus dort mal Fuß gefasst hat, werden die Menschen wie Fliegen sterben“.

Aushilfspriester in Ziemetshausen

Sehr erfreut ist die Ziemetshauserin, dass sie schon mehr als 10.000 Euro an P. Saji, den Direktor der Sozialarbeit in Nordost-Indien (Fransalian Agency for Social Care and Education in India) über-weisen konnte, die sie spontan von Freunden, Bekannten, Verwandten und Nachbarn gespendet bekam. Der dortige Provinzial Sabu, der vor Jahren auch schon in Ziemetshausen als Aushilfspriester tätig war, ist den Spendern überaus dankbar dafür. Leider reichen diese Mittel aber nicht allzu lange, um den ärmsten der Armen im Schatten des Himalaja zu helfen.

Daher richtet Gabriele Natzer die inständige Bitte an die Leser unserer Heimatzeitung, hier je nach Möglichkeit finanziell zu helfen. Die kath. Pfarrkirchenstiftung Ziemetshausen hat ein eigenes Missionskonto für die Hilfe in NO - Indien eingerichtet. Wer gerne helfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 08284/1007 an Gabriele Natzer wenden.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren