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Trinkwasser

03.05.2011

Zuletzt keine Verkeimung

Der Brunnen östlich von Nattenhausen.
Bild: Foto: Peter Bauer

Vorerst soll aber weiter abgekocht werden

Breitenthal Weiterhin „ohne Befund“ war zuletzt das Trinkwasser in Breitenthal und seinen Ortsteilen Nattenhausen und Oberried. Dies teilte gestern Dr. Dagmar Christiane Rudolph, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, auf Anfrage mit. Wie berichtet war am 16. März in der Zone 2 der Schutzzone des Brunnens bei Nattenhausen Gülle ausgebracht worden.

Bis zu 50 Tage beträgt die Fließzeit des Grundwassers vom äußeren Rand der engeren Schutzzone 2 bis zur Fassung. Man geht davon aus, dass in dieser Zeit Keime und Krankheitserreger absterben. Die 50-Tage-Frist würde nach Mitteilung von Breitenthals Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler am 5. Mai ablaufen. Ob dann das Trinkwasser vorsorglich noch weiter abgekocht werden solle, lege das Gesundheitsamt fest. Dr. Rudolph erklärte, dass man in den nächsten Tagen noch die weitere Entwicklung abwarten wolle. Unklar sei, welche Folgen der Platzregen der letzten Tage habe. Wie berichtet, werden am Nattenhauser Brunnen zweimal wöchentlich Gewässerproben entnommen. Alle Proben waren laut Gesundheitsamt bis zuletzt ohne Befund, eine Verkeimung des Wassers habe es nicht gegeben. Auf alle Fälle solle das Wasser vorerst weiter abgekocht werden, betont Dr. Rudolph. Der Brunnen reiche, so Dr. Rudolph weiter, in eine Tiefe von rund 130 Metern. Bürgermeisterin Wohlhöfler sagte, dass das Abkochen für sie persönlich kein Problem sei. Und bei Tee oder Kaffee verwende man ja ohnehin abgekochtes Wasser.

Über das Thema Trinkwasser war vor Kurzem auch in der Breitenthaler Gemeinderatssitzung debattiert worden. Bürgermeisterin Wohlhöfler kündigte seinerzeit an, dass man sich vonseiten der Gemeinde über einen Notverbund oder aber eine weitere eigene Wasserversorgung Gedanken mache. In der Ratssitzung war auch der seit rund drei Jahren angestiegene Nitratwert im Trinkwasser (von 7 auf 27 Milligramm pro Liter) angesprochen worden. Der Grenzwert liegt bei 50 Milligramm/Liter. Die Bürgermeisterin hatte auf die Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes verwiesen, wonach Witterungsverhältnisse, etwa der Wechsel von Trocken- und Nassperioden, dafür verantwortlich sein könnten. (pb)

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