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Film-Kritik und Trailer

22.11.2017

"Battle of the Sexes" im Kino: Geschlechterkampf auf dem Tennisplatz

1973 trugen der gealterte Tennis-Profi Bobby Riggs und die Wimbledon-Siegerin Billy Jean King den "Battle of the Sexes" aus. Ob sich der Film lohnt, lesen Sie in unserer Kritik.

Wer hätte gedacht, dass in den USA eine der wichtigsten Schlachten im Geschlechterkampf ausgerechnet auf dem Tennisplatz ausgefochten wurde? Am 20. September 1973 stand die vierfache Wimbledon-Siegerin Billy Jean King dem gealterten Tennis-Profi Bobby Riggs vor 30.492 Zuschauern im texanischen Houston und weiteren 130 Millionen an den Fernsehgeräten gegenüber. Vorausgegangen war diesem gemischten Einzel eine beispiellose PR-Schlacht.

Der 55-jährige Riggs hatte die 29-jährige King herausgefordert, um ein für alle Mal die Überlegenheit des männlichen Geschlechts zu beweisen. Er bezeichnete sich selbst vor laufender Kamera als „Chauvinistenschwein“ und zeigte sich siegesgewiss, den ausgelobten Preis von 100.000 Dollar zu gewinnen.

Film-Kritik: "Battle of the Sexes" zeigt Hintergründe des grotesken Sportspektakels

„Battle of the Sexes“ von Jonathan Dayton und Valerie Faris zeichnet nun die Hintergründe dieses grotesken Sportspektakels nach. Emma Stone gibt die engagierte Tennisspielerin, die sich beim Verbandspräsidenten (Bill Pullman) vergeblich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einsetzt. Nur zögernd lässt sie sich auf das Geschlechterkampf-Match ein. Denn Riggs (Steve Carell) ist eigentlich ein Clown, der sich selbst als Macho inszeniert, um mit dem öffentlichkeitswirksamen Match seine Wett- und Spielschulden zu bezahlen.

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Die Filmemacher Dayton und Faris („Little Miss Sunshine“) erzählen die Geschichte mit retrospektivem Augenzwinkern, klaren Sympathieverteilungen und einer überraschungsfreien Plotkonstruktion. Trotzdem ist die Angelegenheit recht unterhaltsam, weil Emma Stone ihre feministische Heldenfigur mit einem bodenständigen Understatement spielt, was einen hübschen Kontrast zu Steve Carells narrenhaftem Macho-Auftreten bietet.

Wertung: 3 / 5

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