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04.01.2019

Das Beste aus 2018

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Jahrespreise der Schallplattenkritik – und mehr

Welche Alben im nun zurückliegenden Jahr 2018 in Deutschland am besten verkauft worden sind, hat die Gesellschaft für Konsumforschung ja bereits bekannt gegeben. Auf Platz eins landete Helene Fischer im zweiten Jahr in Folge mit ihrem selbst betitelten Album „Helene Fischer“ vor Bonez MC feat. RAF Camora mit „Palmen aus Plastik 2“, Gzuz „Wolke 7“ und Frei.Wild mit „Rivalen und Rebellen“. Schlager, Rap, Punkrock – alles in deutscher Sprache jedenfalls an der Spitze, wenn man nach der Quantität geht.

Aber wen fragt man, wenn es um die Qualität geht, also danach, was denn nun die besten Alben des Jahres 2018 waren? Die großen deutschen Musikzeitschriften mit ihren Kritikern? Da listet der Musikexpress an der Spitze das Debüt der Band International Music mit dem Titel „Die besten Jahre“ vor Tocotronic mit „Die Unendlichkeit“ und DJ Koze mit „Knock Knock“ – alles aus Deutschland! Der Rolling Stone dagegen sieht Elvis Costello & The Imposters mit „Look Now“ vor Jeff Tweedy mit „Warm“ und die Villagers mit „The Art Of Pretending To Swim“. Nix Deutsches also.

Bei den Radio-Experten des „Zündfunk“ im BR triumphiert der englische Punkrock der Idles („Joy As An Act Of Resistance) vor DJ Koze („Knock Knock“) und dem Dream-Pop von Low („Double Negative“). Viel Uneinigkeit also – und das betrifft ja nur den Pop. Darum hier hoch offiziell und über die Genregrenzen hinweg: die Jahrespreise der „Deutschen Schallplattenkritik“, der Vereinigung deutschsprachiger Kritiker bzw. die Auswahl ihres juryübergreifenden Gremiums. Hier die zehn Sieger:

Klassik

– Lucile Richardot, Ensemble Correspondances, Sébastien Daucé: Perpetual Night. 17th Century Ayres and Songs. Werke von Banister und Robert Johnson, Henry Purcell, William Webb … (Harmonia Mundi)

– Anita Rachvelishvili:Anita. Mit dem Orchester der RAI und dem Theaterchor aus Piacenza; Arien von Arakishvili, Bizet, Gounod, Massenet, Saint-Saëns, Verdi … (Sony)

– Christian Tetzlaff: Johann Sebastian Bach – Sonaten und Partiten für Violine solo. 2 CDs, (Ondine/Naxos)

– Peter Tschaikowskys „Pique Dame“ an der Niederländischen Staatsoper in Amsterdam. 2 DVD, Regie: Stefan Herheim, Dirigat: Mariss Jansons mit dem Royal Concertgebouw Orchestra … (C-Major/Naxos)

Folk, Weltmusik und anderes

– Franui: Ständchen der Dinge. Jubiläumsalbum der österreichischen Musicbanda mit Peter Simonischek und Hans Magnus Enzensberger (Col Legno/Harmonia Mundi)

– Shannon Shaw: Shannon In Nashville (Nonesuch/Easy Eye Sound/Warner)

– Saz’iso: At Least Wave Your Handkerchief At Me – The Joys And Sorrows Of Southern Albanian Song. (Glitterbeat/Indigo)

Rock und Pop

– Janelle Monáe: Dirty Computer (Atlantic/Warner)

– Runrig: Rarities – Limited Collectors Box. Unreleased Live Tracks, Demos, B-Sides, Videos & New 2018 Version of „Somewhere“. 6 CDs & 3 DVDs (RCA/Sony)

Hörbuch

– Thomas Bernhard: Städtebeschimpfungen. Herausgegeben von Raimund Fellinger, mit Peter Simonischek und Michael König, 3 CDs (der Hörverlag)

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