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Auktion

11.05.2018

Rekord für Rockefeller

Rekord gab’s bei Christie’s auch für einige Künstler – etwa für Claude Monet mit seinen „Nymphéas en fleur“.
Bild: dpa

Bei Christie’s in New York ist schnell die bisherige Bestmarke geknackt

Die Kunstsammlung des verstorbenen US-Milliardärs David Rockefeller ist die bisher teuerste versteigerte Privatkollektion. Bei der Auktion über mehrere Tage kamen bei Christie’s in New York bis Donnerstag vorläufig 765 Millionen Dollar (642 Mio Euro) zusammen und damit fast doppelt so viel wie bei der Versteigerung des Besitzes von Yves Saint Laurent. Die Sammlung des verstorbenen französischen Modeschöpfers hatte 2009 in Paris 373 Millionen Euro eingebracht. Der Erlös aus dem Rockefeller-Besitz könnte bis Freitag gar auf das Dreifache steigen.

Versteigert werden rund 1500 Kunstgegenstände, darunter wertvolle Gemälde, Möbel, Skulpturen, Geschirr und Mode-Accessoires. Besonders begehrt war Pablo Picassos „Junges Mädchen mit Blumenkorb“, das am Dienstag für 115 Millionen Dollar (97 Mio Euro) den Besitzer wechselte. Das Gemälde zeigt die Blumenverkäuferin Linda vom Pariser Montmartre als Akt mit einem Strauß roter Rosen. Mehrere Gemälde holten zudem Rekordpreise für den jeweiligen Künstler. Darunter waren Claude Monets Seerosenteich „Nymphéas en fleur“ (85 Mio Dollar), der Akt „Odaliske mit Magnolien“ von Henri Matisse (81 Mio Dollar) und „Tiger mit Schildkröte“ von Eugène Delacroix (10 Mio Dollar). Weit über die Erwartungen schoss auch ein Gemälde des ersten US-Präsidenten George Washington, das für 11,5 Millionen Dollar (10 Mio Euro) den Besitzer wechselte – das Zehnfache des von Christie’s geschätzten Erlöses.

Spitzenreiter unter den Gemälden amerikanischer Künstler war „Untitled XIX“ von Willem de Kooning, das 14,3 Millionen Dollar (12 Mio Euro) einbrachte. Der aus den Niederländen stammende Maler siedelte früh in die USA über und ließ sich dort auch einbürgern. Bei einigen Möbelstücken, Teppichen, Lampen und Keramik zeigten die Bieter eher verhaltenes Interesse. Für Begeisterung sorgte aber ein Porzellan-Service von 1809, das der französische Kaiser Napoleon Bonaparte mit in sein Exil auf die Insel Elba nahm. Rockefeller hatte das „Marly Rouge“-Service für 67 Gäste von seiner Mutter geerbt. Nun wurde es für 1,8 Millionen Dollar (1,5 Mio Euro) versteigert.

David Rockefeller war im vergangenen Jahr im Alter von 101 Jahren gestorben. Er war das letztes Enkelkind des legendären Ölmagnaten John D. Rockefeller (1839- 1937). Ein Großteil der versteigerten Gegenstände stammt aus dem Landsitz von ihm und seiner Frau Peggy im Ostküstenstaat Maine, der im Februar für 19 Millionen Dollar (16 Mio Euro) verkauft wurde. Peggy Rockefeller, die das Kunstmuseum MoMA mitgründete, war 1996 gestorben. (dpa)

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