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Kaufering

22.07.2019

80 Kauferinger Realschüler erklimmen den Berg

Die besten Abschlüsse an der Realschule in Kaufering schafften (von links) Anna-Lena Weber (1,08), Christian Wetzl (1,17) und Lukas Erhard (1,08).
Bild:  Romi Löbhard

Bei der Abschlussfeier der Realschule Kaufering vergleicht Schulleiter Peter Adam die Schule und das weitere Leben mit dem Bergsteigen.

Mit einer von der Schulband musikalisch umrahmten Abschlussfeier hat die Staatliche Realschule Kaufering 80 Absolventen der zehnten Klassen entlassen.

Die Ansprachen bei der Abschlussfeier waren geprägt von Zitaten, Metaphern und Ratschlägen für die Zukunft. Schulleiter Peter Adam hatte als Motto für die Realschuljahre das Erklimmen eines Berggipfels gewählt. Manche seien vorausgeklettert, andere hätten sich auch mal nach hinten umgedreht und Schwächeren die Hand gereicht. „Letztendlich haben alle den Gipfel erreicht, 21 von euch sogar mit einer Eins vor dem Komma.“ Wie Adam weiter ausführte, sind 90 Prozent der Abschlussschüler mit dem Schnitt für einen weiterführenden Bildungsweg ausgestattet.

Das reale Leben ist erfüllender

„Erkennt, dass wir gemeinsam Verantwortung haben für die Welt“, war eine von Adams Forderungen an die Jugendlichen. Weiter legte er ihnen ans Herz, die Natur nicht über die Tastatur zu erleben. „Die Welt draußen ist erfüllender als der digitale Kosmos.“ Für die Zukunft wünschte ihnen der Schulleiter, den richtigen Berg aus dem großen Angebot an Möglichkeiten auszusuchen und zu erkennen, dass egozentrisches Verhalten der falsche Weg ist.

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Landrat Thomas Eichinger wünschte den Absolventen Kraft, ihre Ziele zu verfolgen und auch Mut zu Fehlern, denn „wir lernen am stärksten aus Erfahrung“. „Verliert nie den Glauben an euch selbst“, wünschte Elternbeiratsvorsitzende Birgit Ellenrieder den Abschlussschülern. „Habt den Mut, Entscheidungen zu treffen, mischt euch ein, übernehmt Verantwortung.“

Schüler vergleichen ihre Erlebnisse mit einem Fußballspiel

Meist werde sich damit gebrüstet, die Abschlussrede erst am letzten Abend vor der Feier vorbereitet zu haben. „Wir haben das nicht gemacht und festgestellt, dass so eine Abschlussrede sehr viel Zeit erfordert“, erklärten Isabel Wildner und Benedikt Mayr zu Beginn ihrer Ansprache. Die beiden Vertreter des Abschlussjahrgangs hatten als Metapher die Champions League gewählt. Wie in einer Fußballmannschaft habe es auch im Jahrgang Verluste und Neuzugänge, Wechsel und ein Viertelfinale im Ausland gegeben. „Beim Endspiel profitierten wir von idealen Vorlagen der Lehrer, die Tore allerdings mussten wir selbst schießen.“ Mit 3:0 sei das Spiel von den drei Abschlussklassen schließlich gewonnen worden.

Nach der Zeugnisübergabe wurde eine ganze Reihe an Schülern geehrt. Alle Absolventen mit einem Notenschnitt von besser als 2,0 wurden vom Landratsamt ausgezeichnet. Die Klassenbesten und Schüler mit außergewöhnlichem sozialen Engagement würdigte die VR-Bank Landsberg-Ammersee. Der Elternbeirat schließlich ehrte schulisches Engagement.

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