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31.10.2009

Apfeldorf will ganz in Ruhe planen

Apfeldorf Der Gemeinderat Apfel-dorf will in Ruhe überlegen, wo und in welchem Umfang auf Ortsgebiet Freiflächenfotovoltaikanlagen entstehen können. Mit 7:4 Stimmen beschlossen die Räte, dabei zunächst den Planungsverband zurate zu ziehen. Vier Anträge zur Errichtung von Fotovoltaikanlagen wurden damit vorerst zurückgestellt.

Zunächst drei und kurz vor der Sitzung noch ein weiterer Bürger hatten Anträge auf Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans gestellt. Sie wollen nordwestlich von Apfel-dorfhausen auf insgesamt 21,5 Hektar Fläche eine Fotovoltaikanlage errichten. Hubert Paul war dies - vor allem im Vergleich zum Ort Apfeldorfhausen - viel zu groß. Vom Dorf bis zum Wald sehe man dann nur noch die Module, meinte er. Zumal die Fotovoltaikanlage gleich hinter den Häusern beginne.

Eine Große besser als mehrere Kleine?

Renate Riedle dagegen konnte sich mit dem Standort durchaus anfreunden und fand eine größere Anlage besser als mehrere kleinere, über das Gemeindegebiet verteilte. Dem schloss sich auch Karl Baab an. Allerdings könnten sich noch weitere Bürger melden, die solche Anlagen errichten wollen, meinten mehrere Räte. Um Ungleichbehandlungen und Unfrieden zu vermeiden, sollte deshalb nach Möglichkeit im Zusammenhang mit dem Planungsverband nach geeigneten Flächen gesucht werden, so die Mehrheit der Räte. Bei Entscheidungen zu Fotovoltaikanlagen seien vor allem der Verlust landwirtschaftlicher Produktionsflächen und der Eingriff in das Landschaftsbild entscheidend, meinte Geschäftsstellenleiter Wolfgang Hentschke. Alles andere, zum Beispiel der Rückbau nach Vertragsablauf, der Standort der vorgeschriebenen Ausgleichsflächen in Höhe von 25 bis 30 Prozent sowie die Höhe der Anlage könnten vertraglich geregelt werden.

Apfeldorf will ganz in Ruhe planen

Nur wenig Gewerbesteuereinnahmen

Gewerbesteuer brächten Fotovoltaikanlagen der Gemeinde kaum ein, da sie in den ersten Jahren zumindest rechnerisch Verluste erbringen, so Hentschke auf Frage von 2. Bürgermeisterin Rosi Beinhofer. Diese hatte die Sitzung bei diesem Tagesordnungspunkt geleitet, da Bürgermeister Georg Epple persönlich beteiligt war. Beinhofer hatte bereits zu Beginn der Diskussion geraten, keine Entscheidung über's Knie zu brechen und statt- dessen in Ruhe nach geeigneten Flächen zu suchen. Nun soll beim Planungsverband angefragt werden, wie hoch der Aufwand dafür wäre.

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