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Gasexplosion

22.06.2019

Der Bürgermeister von Rocca di Papa ist tot

Trauer in Rocca di Papa und in Landsberg: Bürgermeister Emanuele Cristini (links) ist nach einer Gasexplosion seinen Verletzungen erlegen. Mit im Bild: Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner und Stadtrat Harry Reitmeir (rechts).
Bild: Schlee

Emanuele Cristini erliegt seinen Verletzungen. Er wollte zum Ruethenfest kommen

Emanuele Cristini, der Bürgermeister der Landsberger Partnerstadt Rocca di Papa, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Der italienische Rathauschef war bei einer Gasexplosion am 10. Juni schwer verletzt worden. Cristini hatte bei der Explosion schwerste Brandverletzungen erlitten. Laut italienischen Medienberichten hatte er am Unglückstag als Letzter die Gemeindeverwaltung verlassen, um das Gebäude noch zu evakuieren.

Die Explosion hatte sich aus bislang ungeklärten Gründen direkt im Bereich der Gemeindeverwaltung ereignet. Derzeit laufen die Ermittlungen. Auch mehrere Kinder wurden damals leicht verletzt. Schwer verletzt worden war ein Mitarbeiter der Stadt. Er war bereits vor einigen Tagen gestorben. Die Bürgermeisterin von Rom, Virginia Raggi, kondolierte den Bürgern und setzte dazu auch einen Tweet ab.

Der Referent für die Städtepartnerschaften im Landsberger Stadtrat, Harry Reitmeir, hat am Freitagmorgen vom Referenten in Rocca di Papa, Bruno Fondi, vom Tod des 46-jährigen Kommunalpolitikers erfahren und bereits mit Oberbürgermeister Mathias Neuner gesprochen. „Es trifft uns, das ist eine sehr bittere Geschichte“, sagt Reitmeir, der mit Mathias Neuner vergangenen Oktober in Rocca di Papa war, um dort den „Parco Landsberg“, einen Stadtpark, nach der Sanierung einzuweihen.

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Reitmeir war mehrmals in Rocca di Papa. Mit Emanuele Cristini habe er einen intensiven Kontakt gehabt, der italienische Bürgermeister sei der Städtepartnerschaft sehr zugetan gewesen. „Er war schon vor seiner Wahl in Landsberg.“

Und Cristini wollte auch zum Ruethenfest kommen: „Am 18. Juli war ein Festakt geplant, anlässlich 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Rocca di Papa.“ Jetzt wollen Mathias Neuner und Harry Reitmeir mit dem Städtepartnerschaftsreferenten Fondi besprechen, wie man mit diesem Termin weiter vorgeht. „Wir müssen das gemeinsam entscheiden. Ich kann mir vorstellen, unseren italienischen Partnern ist jetzt nicht nach Feiern zumute.“

Geplant war, dass eine achtköpfige Delegation nach Landsberg kommt – mit dabei auch der ehemalige Bürgermeister Vincenzo Eleuteri, der damals mit Oberbürgermeister Franz Xaver Rößle die Städtepartnerschaft gegründet hatte. „Der Oberbürgermeister und ich wollen auf jeden Fall versuchen, zur Beisetzung nach Rocca di Papa zu fahren“, sagt Harry Reitmeir. (wimd/smi)

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