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Landsberg

21.01.2021

Der Landsberger Olli Miller ist Musiker und Fantasy-Autor

Olli Miller hat seinen dritten Roman, "Der lichtlose Mann", veröffentlicht.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Der Landsberger Olli Miller spielt klassische Musik, aber auch Metal. Eine weitere Leidenschaft ist das Schreiben. Woher er die Ideen für seine Horror-Romane nimmt.

Wer den Landsberger Olli Miller kennt, sieht vor allem einen Menschen mit freundlichem, umgänglichem, einfach angenehmem Charakter. Ein Teil seiner Hobbys passen in dieses Bild. Doch Olli beziehungsweise Oliver Franko Miller kann auch anders. Metal in einer Band, mit röhrenden Gitarrenriffs und einer ebensolchen Stimme – auch das ist der Landsberger. Und es gibt noch ein weiteres Genre, das ihn seit der Kindheit fasziniert. Es ist Literatur aus dem Fantasy-Bereich und diese mit möglichst viel Horror- und Gruseleffekt.

Die Mystik der Märchen faszinieren ihn als Kind

Olli Miller spielt klassische Gitarre, war jahrelang Mitglied eines entsprechenden Ensembles. Das Vokalensemble unter der Leitung von Karl Zepnik unterstütze er mit seiner Stimme. Vor einigen Jahren begann er zu schreiben und wagte sich mit seinem Erstling „Taa Noon“ an die Öffentlichkeit. Seither sind weitere zwei Romane entstanden, ein viertes Buch, diesmal mit Kurzgeschichten, ist in Arbeit. „Als Kind haben mich Märchen mit ihrer Mystik fasziniert“, sagt der 41-Jährige über die Anfänge dieser Leidenschaft für alles, was sich in fantastischen, unheimlichen, von Horror geprägten Welten abspielt. Auch in Märchen gehe es schließlich zuweilen sehr grausam zu. Später kamen Wälzer von Wolfgang Hohlbein oder auch ganz Verrücktes wie Terry Pratchett und seine Scheibenwelt dazu.

„Die Idee zu den Taa Noon hatte ich schon mit 14“, erinnert sich Olli. In der Zeit allerdings habe es auch andere wichtige Dinge gegeben. Vor einigen Jahren dann wurde der Stoff aus seinem Schubladen- oder auch Kopfgefängnis befreit. „Ich hab es angepackt, und es lief.“ Es entstand ein Schauermärchen mit allem, was für ordentliches Gruseln sorgt, vom Eingeschlossensein in einer einsamen, von Wettergewalten umtosten Hütte, über Monster, Tod bringende Übel und ähnliches. Ehefrau Regina, Journalistin und seinerzeit Redakteurin beim Landsberger Tagblatt, durfte lektorieren. Verlegt wurde über eine Selfpublishing-Plattform. „Ich wollte mein eigenes Ding machen“, sagt Autor Miller darüber. Das bringe zwar zusätzliche Arbeit mit sich, allerdings fallen dafür Einsendungen an verschiedene Verlage weg.

Die Autoren Oliver Miller (links) und Markus Ridder bei einer Veranstaltung im Foyer des Stadttheaters im Januar 2016.
Foto: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Beim Erstling blieb es nicht. Als zweites schuf Olli Miller mit „Die tausend Wasser“ eine Familiensaga. „Da spielte auch etliches aus meiner eigenen Kindheit und Jugend mit hinein“, verrät er. „Die tausend Wasser sind mein persönlichstes Buch.“ Da habe er auch den Rat seiner Frau Regina nicht annehmen können, die meinte, dass er doch verschiedentlich kürzen solle. Das musste alles so drin bleiben, auch wenn es vielleicht dadurch für einige Leser Längen habe.

Die Kurzgeschichten dauern noch

Mit der dritten, vor knapp einem Jahr erschienenen Dark-Fantasy-Geschichte „Der lichtlose Mann“ begab sich der Autor zurück an die Anfänge der Taa Noon. Der Leser erfährt ähnlich wie bei der Star-Wars-Saga, wie es überhaupt zu diesen Ereignissen im Erstling kam. Und jetzt also Kurzgeschichten: „Aber das dauert noch“, meint Olli Miller. „Mit einer Veröffentlichung ist frühestens Ende des Jahres zu rechnen.“ Womit er sich in diesen Kurzgeschichten beschäftigt, das verrät der Autor natürlich noch nicht.

Wie entstehen eigentlich all diese Geschichten, woher nimmt Oliver Franko Miller Ideen, wie schreibt er? Am Anfang stehe eine vage Vorstellung und er entwickle das grobe Gerüst für ein Buch, so Miller. Der genaue Verlauf allerdings entwickle sich beim Schreiben. Das gelte auch für die Personen der Handlung beziehungsweise deren Charaktere. „Manchmal wundere ich mich selbst“, meint er, „welches Ende die Geschichte nimmt.“

Viele Ideen hat Miller auf dem Weg zur Arbeit

Viele Ideen kommen ihm auf dem Weg zur Arbeit in einem Schongauer Unternehmen. „Ich sehe beispielsweise einen Waldweg, der sich im Morgennebel verliert. Der kann mich beim Schreiben inspirieren.“ Geschrieben wird durchaus auch mal unchronologisch. „Wichtig ist halt, dass die Handlungsstränge und Episoden richtig zusammenkommen.“ Unheimliches, Horror, Grusel – das sei zwar meist das Bestimmende in seinen Romanen und Geschichten. An Gefühlen – guten wohlgemerkt – fehle es allerdings keinesfalls. Gänsehaut könne durchaus auch bei romantischen Abenteuern entstehen.

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