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Riederau

20.03.2016

Die Asylbewerber und die Verkehrsinsel

Die Umgestaltung der Verkehrsinsel am Curry-Park in Riederau war Thema in der Bürgerversammlung. Im April soll es dazu noch einmal eine eigene Versammlung geben.

Die Unterbringung von Flüchtlingen und derVerkehr am Currypark bewegen die Bürger in Riederau.

Wo drückt die Riederauer der Schuh, was möchten sie in ihrem Ort geändert haben? Bei der Bürgerversammlung in dem Dießener Ortsteil wurde natürlich die aktuelle Unterbringung von Flüchtlingen thematisiert und besprochen. Noch mehr fast ging es allerdings um eine Verkehrsinsel am Currypark, die nach Meinung etlicher Bürger unglücklich gestaltet ist – was aber nicht von allen Anwesenden so gesehen wird.

Zunächst stellte Bürgermeister Herbert Kirsch in einem voll besetzten Seminarraum des Kramerhofs aktuelle Zahlen aus dem Haushalt vor und erläuterte darin enthaltene Vorhaben in Riederau. Leichenhaus und Friedhofsmauer bedürfen demnach der Sanierung beziehungsweise erhaltenden Pflege. Dringend gemacht werden muss laut Kirsch die Erweiterung des Kinderhauses. „Der Kindergarten ist jetzt dreizügig und voll belegt.“ Der DSL-Ausbau soll fortgeführt werden, „das Internet muss auch in Riederau wieder besser werden“. In der Frage- und Diskussionsrunde ging es zunächst um Themen, die ein Bürger schriftlich fixiert und eingereicht hatte. Angesprochen war unter anderem der sanierungsbedürftige Bahnübergang. Dazu sagte Kirsch, es gebe Schriftverkehr mit der Bahn, der Markt sei permanent dran. Zur Nachfrage nach der Leadergemeinschaft LAG Ammersee erklärte der Bürgermeister, gegenwärtig sei kein Projekt für Riederau in den Mehrjahresplan aufgenommen. Als Vorteil betrachte er, so Kirsch, dass Dießen Standort für die 16 Gemeinden umfassende LAG ist. „Eventuell könnten wir den Campingplatz Riederau in diese oder nächste Förderperiode mit reinbringen.“

Dass die Verkehrsinsel am Currypark nicht optimal ist, steht schon länger im Raum. Zu Kirschs Bedauern hatten seine Mitarbeiter die zwei bereits gestalteten Planentwürfe für eine Umgestaltung der Insel nicht für die Präsentation dabei. Er versprach deshalb, die Entwürfe Anfang dieser Woche mit der Homepage des Marktes Dießen zu verlinken, sodass jeder die Möglichkeit habe, diese zu betrachten und sich Gedanken dazu zu machen. „Und im April gibt’s noch mal eine Bürgerversammlung in Riederau nur zu diesem Thema.“ Zumal auch die Meinung zu der Insel zweigespalten war: Während es in einer Wortmeldung hieß, dass dringend was gemacht werden müsse, meinte eine dort wohnende Bürgerin, das sei ein Luxusproblem und es gebe doch andere Dinge, die dringender gemacht werden müssten. Kein Verständnis brachte Kirsch für die Forderung eines Bürgers nach einem Tempo-30-Schild auf. Wenn ein Antrag genehmigt werde, „dann kommen 50 Andere und wollen auch ein Schild. „Im Wohngebiet braucht’s koa Schildl“, ist Kirschs unmissverständliche Meinung dazu.

Großes Thema auch die Flüchtlingsversorgung, aktuell sind laut Helferkreis 53 Asylbewerber in Riederau untergebracht. Viel zu viel, meinte ein Versammlungsteilnehmer und betonte, maximal 30 Personen seien für Riederau sozial verträglich. Kirsch berichtete dazu, er habe mit dem Landratsamt ausgemacht, dass ein Beschäftigter der Behörde drei Stunden pro Tag in Riederau anwesend sein werde. „Ich brauche jemanden als Ansprechpartner.“ Auch möchte er dringend einen Runden Tisch zum Thema Asyl einrichten, mit Kommune, Helferkreis, Agentur für Arbeit und eventuell weiteren damit Beschäftigten. Größeres Kopfzerbrechen als die Flüchtlinge mache derzeit allerdings das Obdachlosenproblem. „Wir haben derzeit 13 anerkannte Asylbewerber in unserer Gemeinde, deren Unterbringung ist noch nicht gelöst.“

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