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Landsberg

14.06.2018

Die Stelzer pendeln nach Berlin

„Die Stelzer“ kooperieren mit dem Berliner Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi.

Das Landsberger Ensemble hat in der Hauptstadt gemeinsam mit demKinder- und Jugendzirkus Cabuwazi viel vor. Zusammen wollen sie ganz neue Formate entwickeln

Im Herzen Berlins, am ehemaligen Flughafen Tempelhof, ist ein neuer Ort der kulturellen Bildung entstanden. „Cabuwazi Tempelhof – Der Kulturflughafen“ mit drei großen Zirkuszelten und vielen Zirkuswagen, eigenen Werkstätten und einem Kostümfundus: Platz und Möglichkeiten für Zirkus, Theater, Tanz und Musik. Bestens geeignet, um gemeinsam mit den Landsberger Stelzern, Berliner Jugendlichen sowie Geflüchteten viele Projekte auf die Beine zu stellen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Platz für Zirkus, Theater und Tanz

„Gerade die Zusammenarbeit mit Geflüchteten ist wichtig für uns“, sagt Kaspar Denker, Leiter der Cabuwazi-Niederlassung Tempelhofer Feld, „denn in der unmittelbaren Nachbarschaft unseres Zirkuszeltplatzes ist eine Gemeinschaftsunter-kunft für geflüchtete Menschen entstanden. Wir sehen uns als integrative Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund mit dem Schwerpunkt unterschiedlicher zirkus-, musik-, theater- und tanzpädagogischer Arbeit“.

Eine Landsberger Schülerin ist beim Auftakt dabei

 Der Kinder- und Jugendzirkus verfügt über sechs Standorte in Berlin, mit jeweils drei bis vier großen Zirkuszelten. „Wir kennen den Zirkus aus unseren internationalen Tätigkeiten. So hat sich die Idee einer Kooperation ergeben“, sagt Wolfgang Hauck, Leiter des Landsberger Theaterensembles „Die Stelzer“. Der Auftakt der Zusammenarbeit war Anlass, dass Hauck mit der neuen Jugendgruppenleiterin, der 15-jährigen Landsberger Schülerin Lilly Wilson, nach Berlin reiste, um dort den Tag der offenen Zelte des Zirkus Cabuwazi zu begleiten.

Vier Trainer aus dem Irak

Unterstützt wurde das Landsberger Team von vier Trainern aus dem Irak, die im Zuge des Cultural Relief Programms von Hauck in Flüchtlingslagern an der türkisch-syrischen Grenze 2014 bis 2016 ausgebildet wurden. Zusammen mit ihnen wird Stelzer Leonard Mandl die neue Berlin-Niederlassung des Theaters aufbauen. Der gebürtige Landsberger Mandl löst den bisherigen Theaterleiter Peter Pruchniewitz ab. Pruchniewitz, der das Theater seit 1991 gemeinsam mit Wolfgang Hauck geleitet hat, möchte sich aus zeitlichen Gründen mehr aus der Verantwortung zurückziehen.

Der 25-jährige Leonard Mandl, der in Berlin Bühnenbild studiert, ist seit seinem 13. Lebensjahr bei den Stelzern und hat im Laufe der Zeit immer mehr verantwortliche Aufgaben übernommen. Am 4. Juni haben die ersten regelmäßigen Trainingseinheiten für die Berliner Stelzer begonnen, so die Pressemitteilung.

Eine schöne Synergie

„Aus diesen ersten gemeinsamen Aktivitäten heraus planen wir eine längerfristige Kooperation in Form von Trainingseinheiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Stelzen entdecken wollen – als Zirkusrequisit und als Möglichkeit, Tanz und Theater zu gestalten“, so Denker. Das biete eine schöne Synergie sowie künstlerische und pädagogische Impulse aus den Bereichen Zirkus, Tanz und Theater. „Unser Ziel ist es, mit unserem Team in Berlin neue Produktionen zu erarbeiten“, sagt Hauck. „Dabei sollen ganz neue Formate kreiert werden – etwa im Bereich der Artistik, wie der Kombination aus Trapez und Stelzen.“

Für „Die Stelzer“ wird es damit künftig zu einem häufigeren Pendeln zwischen Landsberg und Berlin kommen. Für die Jugendgruppe der Stelzer aus Landsberg bedeutet dies, öfter in Berlin eingebunden zu werden.

Lilly Wilson, die die 9. Klasse des IKG besucht, war als Vertretung der Landsberger Jugendlichen in Berlin. „Ich finde es cool, an einem Projekt mitarbeiten zu können, das größer und langfristiger aufgezogen wird“, sagt sie. „Ein Team zu bilden und gemeinsam etwas zu gestalten, ist super.“ Seit knapp vier Jahren ist Lilly bei den Stelzern. Sie mag die Verbindung zwischen Sportlichkeit und Theaterspiel. (lt)

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