10.03.2010

Ein großer Grieche

Landsberg "Ich wollte einfach mal eine andere Art von Musik in den hiesigen Musikbetrieb bringen", sagt Edmund Epple im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt: "Meine Gedanken, einen Kontrapunkt zu den an der klassischen Musik orientierten Sommermusiken zu setzen, fielen bei Christoph Hartmann auf fruchtbaren Boden." Es wird ein oder maximal zwei Konzerte pro Jahr geben, ergänzt Hartmann. Epple ist im Stadttheater für die Sparte Musik zuständig. Der seit 18 Jahren bei den Berliner Philharmonikern spielende, gebürtige Landsberger Hartmann, Begründer der erfolgreichen Landsberger Sommermusiken, eröffnet am kommenden Sonntag, 14. März, um 20 Uhr im Stadttheater die Reihe "Neue Musiken". Das erste Konzert ist vor allem dem Werk des griechischen Komponisten Nikos Skalkottas (1904 - 1949) gewidmet.

Der Reiz des Anderen

Eines der Motive Hartmanns, bei diesem Projekt mitzumachen, liegt im Reiz des Anderen, wie er bemerkt: "Wir Orchestermusiker bewegen uns überwiegend im Raum der klassischen Musik. Es ist für uns einfach auch mal eine Abwechslung, von der gängigen Aufführungspraxis wegzukommen und neue Wege zu beschreiten." Nikos Skalkottas' Werk, von dem Stücke aus dem Cycle-Konzert aufgeführt werden, ist hierzulande weniger bekannt als andere moderne Komponisten. In Griechenland kennt ihn jeder. "Er gehört dort zu den ganz Großen des 20. Jahrhunderts. Für uns Anlass genug, diesen Künstler, der leider ja relativ jung verstorben ist, hier etwas bekannter zu machen. Skalkottas hat mit seinem Cycle-Konzert ein abendfüllendes Werk geschrieben. Es ist alles aus einem Guss", so der Oboist Hartmann.

Komponist Skalkottas war von Hause aus Geiger und hat bei Arnold Schönberg studiert. Seine Arbeiten sind stark mit der Musik des 18. und 19. Jahrhunderts verbunden und von ihr inspiriert. Seine Musik sprengt jedoch nicht die Grenzen des Hörbaren.

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Weltklassebesetzung

Für diesen Abend hat Hartmann eine Weltklassebesetzung zusammengestellt. Mit dabei ist Bill Forman, einer der besten Trompeter der Gegenwart. Er hat schon mit Györgi Ligeti und Frank Zappa gearbeitet. Am Fagott Mor Biron. Leider fällt Pianist Hansjakob Staemmler aus, der vielen Landsbergern von den Sommermusiken her bekannt ist.

Für ihn springt Angela Gassenhuber, die Frau von Bill Forman ein. Sie hat Hartmann beim Examen begleitet. "Einfach war das nicht", erzählt der Oboist, "für solch ein Konzert Musiker zu bekommen. Viele sind ja sehr speziell, um es vorsichtig auszudrücken, und wollen so etwas gar nicht spielen."

Karten für das Konzert am Sonntag, 14. März sind erhältich beim Stadttheater Landsberg, Telefon 08191/128 333, über E-Mail an kartenverkauf@landsberg.de sowie beim Ticket Service Landsberg im Reisebüro Vivell am Hauptplatz in Landsberg, Telefon: 08191/917412 oder tickets@vivell.net

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