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02.07.2010

Feiertage in der Fischerei

Die neuen und die alten Wirtsleute vom "Unterbräu" (von links) Martin und Anna Brink sowie Gabi und Franz Götzfried am Tag der Wirtshausübergabe. Foto: ger
Bild: ger

Dießen Nein, das Dießener Seefest ist heuer nicht zeitlich und örtlich verlegt worden. Dass an den vergangenen zwei Tagen ein mehrere hundert Personen fassendes Zelt in der Mühlstraße stand, hatte einen anderen Grund: Im Fischereier Traditionswirtshaus "Unterbräu" wurde der Generationswechsel von Franz und Gabi Götzfried auf deren Tochter Anna und Ehemann Martin Brink gebührend gefeiert.

Der 1. Juli ist alle paar Jahre so eine Art Feiertag in der Fischerei. Besondere Ereignisse oder Jahrestage pflegen die Wirtsleute immer genau zur Jahresmitte zu feiern. So war es beispielsweise 2003, als das Zehnjährige von Franz und Gabi Götzfried mit 80 Jahren Bierbezug aus Kaltenberg und dem 85. Geburtstag von Franz Götzfried senior zusammenfiel. Vor zwei Jahren wurde schließlich 100 Jahre Familienbesitz auf dem Unterbräu gefeiert und jetzt wurde an die vierte Generation übergeben.

Und zu diesem Ereignis kamen nicht nur viele Stammgäste, Nachbarn und Geschäftspartner. Selbst Landrat Walter Eichner machte seine Aufwartung. Er lobte das Ehepaar Brink dafür, dass es den "Schneid" habe, die Wirtshaus-Tradition fortzuführen.

Auch für Bürgermeister Herbert Kirsch war es eine Ehrensache, dabei zu sein, zumal man in Dießen als Kommunalpolitiker um den "Unterbräu" nicht herumkommt. So habe er hier 1995 seine erste Wahlveranstaltung abgehalten. Auch der dortige Stammtisch habe einige Wichtigkeit im Ort, so Kirschs Erfahrung.

Noch mehr über das Wesen dieser Gaststätte wusste Alfred Böswald zu berichten, dessen "Ramseer" wieder einmal für die Musik sorgten. Böswald kennt die Wirtsleute lang genug, um sie als "weiß-blaue Vuvuzela" (Gabi), "kasachischen Hundefresser" (Franz) und "bauchfreie Ballerina" (Anna) bezeichnen zu dürfen. Und nach einem strengen Examen wurde dem neuen, aus Unterfranken stammenden Wirt Martin Brink auch das lebenslange Aufenthaltsrecht in der Fischerei per einstimmigem Gästevotum gewährt. "An der Sprache muss er noch arbeiten, aber an der Freigebigkeit nicht", attestierte ihm Böswald, um schließlich festzustellen, "es bleibt alles beim Alten, obwohl sich alles ändert". (ger)

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