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Konzert

02.01.2019

Festliche Klänge zwischen den Jahren

Das Blechbläserensemble Friedheim 13 erfüllte die Pfarrkirche St. Michael in Erpfting mit festlichen Klängen.
Bild: Hertha Grabmaier

Das Blechbläserensemble Friedheim 13 bewegt sich stilsicher zwischen Klassik und Volksmusik

Mittlerweile ist der Besuch des Konzertes zwischen den Jahren mit Friedheim 13 für Freunde erlesener Blasmusik eine lieb gewonnene Tradition. Auch dieses Mal war die Erpftinger Pfarrkirche wieder fast voll besetzt, wo ein breites Repertoire an Kostbarkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten genossen werden konnte.

Nicht nur die zeitgenössische Komposition „Zum Einzug“ aus der Feder des 1981 in Österreich geborenen Albert Wieder zeigte, wie homogen die acht Bläser aufeinander eingespielt sind, deren souveränes und unaufdringliches Spiel große Freude bereitete. Die weichen und ausphrasiert intonierten traditionellen Tiroler Jodler bildeten das Bindeglied zwischen formtreuer Klassik und echter alpenländischer Volksmusik. Stilsicher bewegten sich die Musiker durch die musikalischen Epochen, was beim absoluten Höhepunkt des Konzertes besonders spürbar wurde. Das anspruchsvolle Largo aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel, die 1738 in London uraufgeführt wurde, meisterten sie mit barocker Eleganz und brillanter Technik.

Eine ganz eigene Note gaben die Friedheimer der Weihnachtsparodie „Es wird scho glei umptata“ von Leonhard Paul, die vor Pfiff, Ironie und Heiterkeit nur so strotzte. Das Publikum amüsierte sich prächtig über die etwas schräg und hektisch klingenden Töne, die besinnlich getragene Weihnachtsmelodien ablösten und so ein typisches Bild für den Trubel beim vorweihnachtlichen Einkaufsstress in einer Großstadt zeichneten, um dann erneut in beschaulich vertraute Weisen überzugehen.

Um den Zauber der Geburt im Stall von Bethlehem ranken sich viele wunderbare Geschichten. Eine ganz besondere las Stefan Pupeter: die von Ochs und Esel, welche von einem Engel unter allen anderen stolzen und listigen Tieren ausgewählt wurden, neben der Heiligen Familie zu stehen, weil sie Demut zeigten, indem sie lediglich anbieten konnten, mit ihren Schwänzen die Fliegen zu vertreiben. Mit dem wunderbaren Andachtsjodler als Zugabe und den besten Wünschen für das neue Jahr verabschiedeten die Musiker das Publikum. (gra)

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