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Umbau

07.12.2015

Finning baut für seine Kinder

Der Bauhof an der Gemeindeverwaltung in Finning soll weichen und ein neuer Kindergarten entstehen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Antrag Gemeinderat bekräftigt Entscheidung von 2009. Ob Anbau oder Neubau eines Kindergartens, ist noch offen

An einem Neubau eines Kindergartens in Finning wird festgehalten. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Antrag der Gemeinderätin Beate Moser gegen den bereits im September 2009 beschlossenen Neubau eines Kindergartens mit 6:7 Stimmen abgelehnt. Zuvor stellte der seinerzeit mit der Planung beauftragte Architekt, Klaus Pilz, Kostenschätzungen für einen Anbau des bestehenden Kindergartens an der Sonnenstraße und einen Neubau für einen viergruppigen Kindergarten vor. Als Standort für den Neubau ist nun ein Anschluss an das Rathaus gedacht, der Bauhof müsste dafür abgerissen werden. Als Gartenfläche für den neuen Kindergarten ist dann ein von der Gemeinde bereits erworbenes benachbartes Grundstück vorgesehen.

Bürgermeister Siegfried Weißenbach stellte zu Beginn der Sitzung, bei der einige Kindergarteneltern und auch Altbürgermeister Fritz Haaf als Zuhörer dabei waren, die aktuellen Zahlen aus dem gemeindlichen Kindergarten Sonnenblume vor. Derzeit besuchen 62 Kinder ab zwei Jahren den Kindergarten in vier Gruppen, ab März werden es 71 Kinder sein. Eine reine Krippengruppe will man in Finning mangels Nachfrage nicht anbieten, sagte er. In diesem Jahr sind bereits 21 Geburten beurkundet worden. Seit 2006 wurde der eigentliche zwei-gruppige Kindergarten mit einem Container vergrößert, eine Sondererlaubnis für die vierte Gruppe gibt es noch bis Ende des Kindergartenjahres. „Ich möchte jedem Kind in Finning einen Kindergartenplatz anbieten“, sagte Weißenbach. Deshalb will er auch eine vierte Gruppe unterbringen, auch wenn diese nicht gefördert werde. Bei dem in der früheren Planung vorgesehenen Standort am Bolzplatz gibt es Probleme mit dem Sportverein, sagte er. Gesucht wurde ein neuer Standort, und die Nähe zur Grundschule biete bei einem Neubau am Rathaus auch viele Vorteile. Roland Brenner erinnerte daran, dass ab 2018 die Ganztagsschule kommen soll. Der Mehrzweckraum des Kindergartens könnte auch von der Schule genutzt werden. Die Kinder aus der Mittagsbetreuung könnten dort zu Mittag essen, schlug Albert Boos vor. Architekt Pilz stellte Entwurfsideen für Anbau und Neubau vor: In der Sonnenstraße wäre der zwei-gruppige Anbau zweigeschossig. Die Kosten dafür schätzte Pilz auf 1,75 Millionen Euro. Bei einem Neubau für einen viergruppigen Kindergarten am Rathaus rechnet er mit 2,15 Millionen Euro an Baukosten.

Die Ausgaben für den neuen Kindergarten waren Michaela Bischof zu hoch, vor allem da es noch weitere Ausgaben, etwa für den neuen Bauhof und neue Heizungsanlagen nach sich zieht. Sie befürchtete, dass zur Finanzierung weitere Baugebiete ausgewiesen werden müssen. „Wir müssen langfristig denken“, entgegnete Roland Brenner. Das Provisorium Container stehe auch schon bald zehn Jahre, erinnerte er. Marion Mayr sagte, dass ihr die Idee mit dem Anbau nicht gefalle. Von dem schönen Garten bleibe dann nicht mehr viel übrig, stellte Dr. Franz-Xaver Boos fest. „Wir müssen eine Entscheidung treffen“, sagte Weißenbach zum Wunsch derjenigen, die das Thema noch ausführlicher diskutieren wollten. Er kündigte an, dass bei der nächsten Gemeinderatssitzung ein weiterer Architekt seine Ideen vorstellen wird.

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