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Lengenfeld

29.11.2020

Für Georg Rosenberger aus Lengenfeld beginnt die schönste Jahreszeit

Jedes Jahr im Advent investiert Georg Rosenberger aus Lengenfeld eine Menge Zeit in die Dekoration seiner Wohnung.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Pünktlich zum ersten Advent entsteht in der Wohnung von Georg Rosenberger aus Lengenfeld ein Weihnachts-Wunderland. Weshalb er die stade Zeit so sehr schätzt.

Mit den Worten „Hohoho, fröhliche Weihnachten“ werden die Besucher von Georg Rosenberger begrüßt – jedoch nicht vom Hausherrn selbst, sondern von dem von einem Bewegungsmelder gesteuerten Weihnachtsmann an der Haustür. Der erste Advent steht unmittelbar vor der Tür, und damit hat für Rosenberger die Zeit begonnen, für die er seine Wohnung jedes Jahr besonders schmückt.

Im Vorgarten versetzen Lichter und Figuren Vorbeigehende in winterliche Stimmung. Beim Betreten der Wohnung des 46-Jährigen fühlt man sich wie in einem Weihnachts-Wunderland: beleuchtete Girlanden über Türbögen und auf dem Schrank, adventliche Wanddekorationen, liebevoll gestaltete Fenster. Jeder Winkel, jede Fläche ist mit Figuren und Anhängern dekoriert, die Tischdecken tragen weihnachtliche Motive. Selbst bei der kleinen Schuhablage am Dielenschrank flackert ein Windlicht neben einer Nikolausfigur. Zentraler Punkt im Hausflur ist die handgefertigte Krippe – ein Geschenk –, bevölkert von Krippenfiguren aus Georg Rosenbergers Kindheit.

Georg Rosenberger nimmt sich fürs Dekorieren Urlaub

Die Woche vor dem ersten Advent nimmt sich der 46-Jährige traditionell Urlaub. An diesen Tagen dekoriert er die Wohnung festlich und backt Plätzchen – „heuer nur sechs Sorten“, wie er bedauernd sagt. Nahezu jeden freien Platz an Wänden, auf Fensterbänken und Regalen räumt er frei, um seine weihnachtliche Gestaltungsfreude auszuleben. Die „Ganzjahresdeko“ kommt bis Mitte Januar in den großen Schrank, in dem der Friseur außerhalb der Saison die Requisiten seiner Lieblingsjahreszeit aufbewahrt.

In der Krippe im Flur wird viel Liebe zum Detail ersichtlich.
Foto: Julian Leitenstorfer

Bei der Einrichtung und auch den weihnachtlichen Details bevorzugt Georg Rosenberger, der seit 32 Jahren als Organist in Lengenfeld, Ummendorf und Stoffen tätig ist, den alpenländischen Stil. Rot, Grün und Gold prägen ab Ende November die Wohnatmosphäre. Das ganze Jahr über sind die Herrgottswinkel in Küche und Wohnzimmer die wichtigsten Ecken der Wohnung. Diese schmückt der nebenamtliche Lengenfelder Mesner mit besonderer Hingabe. Derzeit sind die handgeschnitzten Kreuze mit dem Heiland eingerahmt von Girlanden aus künstlichen Christrosen, von Engeln und an der Decke baumelnden Strohsternen. Wenn Besuch kommt, entzündet Georg Rosenberger in Flur, Wohnzimmer und Küche an die 20 Kerzen. Sie tauchen die gesamte Wohnung in heimeliges Licht.

An Weihnachten werden Kindheits-Erinnerungen wach

Im Wohnzimmer zieht ein circa 25 Zentimeter großes Jesuskind in einem mit Heu gefüllten Korb die Blicke auf sich. Den Hintergrund bildet ein Adventsstrauß vor dem ebenfalls liebevoll geschmückten Fenster. Diesen ersetzt am 22. oder 23. Dezember eine große Nordmanntanne, die mit Sternen und Holzspielzeug in Rot, Weiß und Gold geschmückt wird. „Der Heilige Abend ist ein besonderer Tag“, sagt Georg Rosenberger, der seinen Baum schon vor dem ersten Advent gekauft hat. Alle Vorbereitungen wolle er vorher erledigt wissen.

In Georg Rosenbergers Wohnung sorgen Figuren, Lichter und Kerzen für Weihnachtsstimmung.
Foto: Julian Leitenstorfer

Weihnachten birgt für den Mesner und Organisten Erinnerungen an seine Kindheit in Thaining, viele Traditionen hat er von seiner Familie übernommen. „Meine Eltern haben es immer so schön gemacht“, erinnert sich Rosenberger. Zahlreiche Figuren und Gegenstände aus seinem Weihnachtsfundus bergen liebe Erinnerungen: an die Schenker oder an Georg Rosenbergers Mutter, die am ersten Advent vor vier Jahren starb. Die letzten fünf Jahre ihres Lebens verbrachte sie bei ihrem Sohn, der sie zum Schluss aufopferungsvoll pflegte.

Auch das Familiengrab wird adventlich dekoriert

So oft es geht, stöbert Georg Rosenberger auf Ausstellungen oder Märkten, immer auf der Suche nach Weihnachtlichem. „Ich darf eigentlich nichts mehr kaufen“, versucht er sich dabei selbst zu bremsen. Dennoch ersteht er fast immer etwas Neues, wie erst in diesem Jahr zwei weiße Rentiersilhouetten, die nun über das Christkind wachen. Bei Urlaubsreisen nach Südtirol sucht er nach Schnitzereien oder Krippenfiguren.

Die Wohnung ist bereit für die festliche Zeit, und auch das Familiengrab auf dem Friedhof hat Georg Rosenberger adventlich dekoriert. „In den Lieblingsfarben der Mama, Weiß und zartes Rosa“, sagt er. Als nächstes ist die St.-Nikolauskirche an der Reihe. Um deren Schmuck kann sich Rosenberger erst nach der letzten regulären Abendmesse vor der Weihnachtszeit kümmern. Doch bis zum 1. Advent wird auch dieses Projekt abgeschlossen sein.

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