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Kreiskulturtage

12.07.2017

Heimat ist da, wo das Herz ist

Das Tanzstudio Ammersee zeigte im Stadttheater Landsberg Interpretationen davon, was Heimat bedeutet.
Bild: Julian Leitenstorfer

Tanzstudio Ammersee setzt sich auf seine Weise mit dem Thema auseinander

„Schnittstelle Heimat“: Was ist das? Mit diesem Begriff habe sie nicht allzu viel anfangen können, sagte Chetan Karla Bosák, Leiterin des Tanzstudios Ammersee, vor Beginn einer Aufführung des Studios im Landsberger Stadttheater. Für die Kreiskulturtage mit diesem abstrakten Titel habe sie sich generell mit dem Begriff Heimat auseinandergesetzt. Unter dem Titel „Home is where Your Heart is“ entstand ein Programm, in dem Themen rund um Heimat und Zuhause tänzerisch aufgearbeitet wurden und jetzt zur Aufführung kamen.

Beteiligt waren von der Ballettfördergruppe bis zu den Erwachsenen verschiedene Gruppen der Tanzschule. Sie alle zeigten in verschiedenen Bildern, was Heimat ist, wo sie ist und dass sie letztendlich einfach verinnerlicht werden muss. Nach einem kurzen Eröffnungstanz vergnügten sich in einer wunderbaren Choreografie die jüngsten Tänzer „Am Fluss“, schwebten als Elfen oder Libellen über imaginäre Wasser.

Im „Goggolore Wald“ wurde es mystisch dunkel und magisch unheimlich. Mit „Change“ wechselte die Vorstellung von Heimat, beziehungsweise es folgte der Schritt aus der Kindheit in die Jugend. Jetzt war nicht mehr klassisches Ballett und Spitzentanz gefragt, sondern Modern Dance, Jazz, Hip Hop, Street Dance, Video Clip Dancing. „Freunde“ treffen und führen sich gegenseitig Kunststücke vor; sie sind jetzt Heimat. „Trotz’ dem Trott“ war eine beißende Choreografie über eingefahrene Gewohnheiten, von denen es sich nur sehr schwer losreißen lässt. Großes Lob geht hier an die Tänzer für die Umsetzung des schwierigen Themas.

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Nicht weniger anspruchsvoll war „Saudade“, Tanzlehrerin Susanne Emmersberger setzte „Sehnsucht“ selbst, nach ihren Vorstellungen um. Und erneut Sehnsucht: „A Million Miles from Home“ mit der Junior Dance Company 2 war der sichtbar gemachte Griff nach Liebe und Zuneigung.

Die Erwachsenen lebten mit „Flying Fish“ den Traum vom Fliegen aus, danach wurde es verrückt. Der extra aus Rom eingeflogene Tänzer Franco Heera Carola wirbelte als letzte Träume verscheuchender, Aufwachender über die Bühne und riss sich letztendlich fast alle Kleider vom Leib.

Die Junior Dance Company 1 setzte den Titel der Veranstaltung tänzerisch um. Krönender Abschluss: eine Hommage an Meera Hashimoto, eine japanische Künstlerin, die heuer tödlich verunglückte und mit der sich Chetan Karla Bosák sehr verbunden fühlte. Vor Bildern der Künstlerin tanzten neben der Tanzstudio-Leiterin auch Tanzlehrer Gunther Henne und Franco Heera Carola.

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