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St. Ottilien

30.06.2018

In St. Ottilien fünf Abiturienten mit 1,0

Das Abitur mit 1,0 bestanden haben (von links) Maximilian Diemer, Michelle Schamberger, Rafael Engel, Lena Jost und Lukas Geisenberger.
Bild: Ulrike Reschke

Die Jahrgangssprecher vergleichen bei der Abiturfeier die Schulzeit in St. Ottilien mit einem Musikstück. Alle 75 haben das Reifeprüfung bestanden.

„Alle haben bestanden.“ Diese Nachricht von Direktor Michael Häußinger bei der Eröffnung der Abiturverleihung im Festsaal des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums wurde mit großem Jubel quittiert. 94 Prozent der Abgänger hätten eine Eins oder eine Zwei vor dem Komma, so Häußinger. Besonders stolz ist er, sagte der Schulleiter, auf das außerordentliche Engagement des 75 Absolventen starken Abiturjahrgangs für die Schule.

Was es mit dem B-Zeugnis auf sich hat

Ob SMV, Schulsanitäter, Film, Internet, Chöre und Orchester, Circus St. Ottilien, Organisation der jährlichen Blutspendeaktion oder als DB-Schulbegleiter – die Schulabgänger setzten sich auf den unterschiedlichsten Gebieten für Schule und Gesellschaft ein. 75 Prozent erhielten dafür zusätzlich zum Zeugnis der bestandenen Reifeprüfung das „B-Zeugnis“. Mit der Würdigung der ehrenamtlichen Aktivitäten schloss sich der Kreis zum einleitenden Filmeinspieler über das Thema Lehrerfeedback. Denn auch diesen „Erklärstreifen“ für die Schüler zum richtigen Ausfüllen der Fragebögen zur Beurteilung der Lehrer hatten Abiturienten gedreht.

Nach Häußingers Dank an die Lehrer sowie die Eltern folgten die Reden der Elternbeiratsvorsitzenden Christiane Drexler sowie von Michelle Schamberger und Maximilian Diemer für den Jahrgang. „Ganz Ottilien ist wie ein Musikstück“, sagte Drexler. Inspiriert wurde sie zu diesem Vergleich von dem von den Ottilianern inszenierten Musical „Simba“ sowie dem Weihnachtskonzert. Sie verglich die gymnasiale Laufbahn mit einem Musikstück unterschiedlicher Tempi und Dynamiken, die Noten seien die Schüler mit ihren individuellen Eigenschaften. Das „Finale furioso“ werde am Abend mit dem Abiball gespielt. „St. Ottilien ist ein Klassiker, ein Ohrwurm, der sich festsetzt“, sagte sie. Wer ihn in sich trage, sei am Lächeln zu erkennen. Für die Abiturienten gelte es nun, ein neues Lied zu komponieren, ihr Element zu finden. Dabei sollten sie sich am Pinguin orientieren, der an Land unvollkommen und plump wirkt, unter Wasser aber zur Höchstform aufläuft.

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An Selbstbewusstsein fehlt es nicht...

Michelle Schamberger und Maximilian Diemer verglichen ihre Schulzeit mit dem Schreiben eines Buches. Aus anfangs lose gehefteten Bändchen mit leeren Seiten sei ein Buch geworden, aus der anfänglichen Klassen- eine Stufensolidarität. „Es sind die Schüler, die eine Schule ausmachen“, sagte Michelle Schamberger, „sie ermöglichte uns, unsere Talente zu entdecken“. Dass auch die Schüler um ihr von Häußinger gelobtes Engagement wissen, zeigte ihr Satz: „Unser Einsatz wird der Schule fehlen.“ Maximilian Diemer ergänzte: „Wir hinterlassen riesige Fußstapfen, in die so schnell niemand zu passen scheint.“

Doch gehört neben Selbstvertrauen auch Demut zu den Ottilianer Tugenden. „Ohne euch hätten wir das Kapitel nicht zu Ende schreiben können“, richteten beide den Dank an ihre Lehrer, Eltern und Freunde. Inspiriert von Christian Drexlers Rede spielte Erzabt Wolfgang Öxler OSB, bevor er die Abiturzeugnisse an jeden Einzelnen überreichte, ein „spontan komponiertes“ Lied. Mit dem Refrain „Einfach leben, einfach sein“ rief er die Abiturienten dazu auf, wahrhaftig zu sein, wie der Pinguin ihr Element zu finden, sich Wurzeln und Mitte zu bewahren.

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