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Rathaus

30.03.2017

Jetzt nimmt das Großprojekt Fahrt auf

Das Großprojekt der Sanierung und Erweiterung des Prittrichinger Rathauskomplexes samt Neubau der Apotheke nimmt Fahrt auf.
Bild: Julian Leitenstorfer

Prittriching vergibt erste Aufträge. Das Raumkonzept führt aber zur Diskussion

In jüngster Sitzung hat der Gemeinderat Prittriching ein Geotechnik-Büro aus dem Ammerseegebiet beauftragt, ein Bau-grundgutachten für die Tragwerkplanung zur Rathaussanierung und den Neubau der Apotheke zu erstellen. Die Auftragssumme beläuft sich auf rund 4300 Euro.

Nun nimmt das Großprojekt der Sanierung und Erweiterung des Rathauskomplexes samt Neubau der Apotheke also Fahrt auf. Planer Robert Schenk vom Architektur- und Ingenieurbüro hat den Ratsmitgliedern den Planungsstand vorgestellt, Infos zum Bauzeitplan gegeben und den Gemeinderäten einige Entscheidungen in Sachen Materialauswahl abverlangt. „Wir gehen in die Ausschreibungsphase der Rohbau- und Zimmererarbeiten“, sagte Schenk und verwies darauf, dass einige Weichen gestellt werden müssten, da man Mitte April mit dem Bau des ersten Abschnittes beginnen wolle. So sei die Vorgabe von Verwaltung und Bürgermeister. In diesem ersten Abschnitt werde der Zwischenbau errichtet. Darin sei auch ein rollstuhlgerechter Aufzug vorgesehen.

Ebenso zum ersten Bauabschnitt gehörten der Neubau der Apotheke und die Aufstockung des Rathausbereiches. Sowohl der Neubau als auch der Gebäudebestand erhalte eine Wärmedämmung und neue Fenster. Die Aufstockung erfolge laut Schenk aus statischen Gründen in Holzbauweise. Erst wenn die Gewerke für diesen ersten Bauabschnitt vergeben sind und der Zeitplan mit den Handwerkern fix abgesprochen sei, werde man in die Ausschreibung des zweiten Bauabschnitts einsteigen.

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Nach eingehender Diskussion wurde festgelegt, dass Kunststofffenster mit Aluschale verbaut wer-den sollen. Die Böden der Verkehrsflächen, sprich Treppen und Flure, sollen mit türkischem Natur-stein ausgelegt werden. Die Böden der Büros werden mit Linoleum ausgestattet und die Fassade soll mit Spezialplatten aus Melaminharz gestaltet werden. Für das Heizungskonzept mittels Pellets haben sich die Ratsherren ebenso einhellig ausgesprochen wie für das Trink-, Schmutz- und Regenwasserkonzept. Die Elektrik wird erneuert, die Daten werden künftig durch Glasfaserleitungen fließen.

Zur Diskussion führte das Raumkonzept für den Verwaltungsbereich. „Wir dachten, durch die Aufstockung würden Flächen zur externen Vermietung geschaffen“, führte Ernst Weber an und erhielt mit seinem Einwand Unterstützung von verschiedenen Ratskollegen. Zur Diskussion standen die Größe einzelner Bürobereiche, aber auch Büros, die nicht ständig genutzt werden, wie beispielsweise für interne und externe Rechnungsprüfer, oder auch ein Büro für den Bürgermeister der VG Scheuring.

Bürgermeister Peter Ditsch verteidigte sein Raumkonzept mit dem generellen Hinweis, dass im Zuge der Detailplanung immer wieder ein berechtigter Bedarf definiert worden sei. So seien im Bürgerbereich, der im Erdgeschoss untergebracht wird, Einzelbüros vorgesehen, damit Gespräche ohne einen dritten Zuhörer möglich sind. Das Archiv benötige mehr Raum als gedacht, zudem habe man im Keller Feuchtigkeitsprobleme, die nicht ohne Weiteres zu lösen seien. Auch die gemeinsame Nutzung der sanitären Anlagen von Verwaltungspersonal und eventuellen Mietern sehe er als problematisch an. „Wir bauen nicht größer als gewollt“, fasste Ditsch zusammen und fügte hinzu, dass die Aufteilung auch dem Bestand geschuldet sei. Bei vier Gegenstimmen folgte das Gremium dem Bürgermeister mehrheitlich. (hewa)

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