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Landsberg

14.12.2020

Karl Greißl ist die grüne Stimme der UBV im Landsberger Stadtrat

Karl Greißl ist neu für die UBV im Landsberger Stadtrat. Schon vor seiner Kandidatur hat er sich in mehreren Interessensgruppen engagiert.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Karl Greißl setzt sich als Stadtrat in Landsberg für die Natur ein. Warum das Spitalgut seiner Meinung nach biologisch bewirtschaftet werden sollte.

Sie sind mittlerweile ein halbes Jahr im Amt: die neuen Stadträte. In einer Serie stellt das LT die Neulinge im Stadtrat vor. Heute Karl Greißl von der UBV.

Mit Bio-Landwirt Karl Greißl (UBV) ist ein neues Mitglied in den Stadtrat eingezogen, das zwar nicht bei jeder Diskussion vorne mit dabei ist, aber Leidenschaft zeigt und klare Worte findet, wenn es um die für ihn wichtigsten Themen geht.

Dazu gehört, bezahlbaren Wohnraum für Landsberger zu schaffen und auch die Zahl der sozial geförderten Wohnungen zu erhöhen. „Wir müssen vorangehen beim Wohnungsbau und auch Kompromisse eingehen“, sagt Greißl, der für ein maßvolles Wachstum der Stadt plädiert. Maßvoll sollen auch die Flächen verwendet werden, und so stellt Karl Greißl besonders bei Ansiedelung von Gewerbe und Handel die Frage: „Brauchen wir wirklich alles?“

Mit der Bebauung am Papierbach ist er nicht einverstanden

Als unweit seines Hofes im Osten der Stadt ein Hotel an der Weilheimer Straße gebaut werden sollte, sagte er dazu Nein und engagierte sich in einer Interessensgemeinschaft. Auch mit der Bebauung am Papierbach zeigte er sich nicht einverstanden.

Durch sein Engagement in verschiedenen Interessensgruppen kam er auch zur UBV. „Die UBV war die einzige Gruppierung, die uns mit unseren Anliegen ernst genommen hat“, erinnert er sich. Als er gefragt wurde, ob er kandidieren wolle, habe er deshalb nicht lange gezögert, sich aber nicht allzu große Chancen ausgerechnet.

Arbeit im Stadtrat ist umfangreicher als erwartet

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so umfangreich ist“, sagt Greißl auf die Frage zur Arbeit im Stadtrat, in die er noch weitere Themen mitgenommen hat: So liegt ihm der Ausbau der Fahrradwege zwischen den Landsberger Stadtteilen am Herzen sowie die energetische Sanierung städtischer Liegenschaften, um Energie zu sparen.

Auch will er die Anpflanzung von Bäumen auf städtischem Grund fördern und hat sich dazu das Modell einer Patenschaft für Bäume, die Bürger übernehmen können, ausgedacht. „Mein Ziel ist es, kleine wertvolle Lebensräume zu schaffen und die Habitate miteinander zu verbinden“, so Greißl.

Vor 25 Jahren hat der Landwirt bereits auf Bio-Betrieb umgestellt

Ein weiteres Anliegen ist ihm die Umstellung des Spitalguts auf biologische Bewirtschaftung: „Die Stadt muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Greißl, der vor 25 Jahren einer der ersten Landwirte in Landsberg war, der auf Bio-Betrieb (Naturland) umstellte. „Damals wurde ich noch belächelt“, erinnert sich der 55-Jährige, dessen Betrieb circa 90 Hektar Land umfasst, davon 17 Hektar im Eigenbesitz. „Ich will mit der Natur wirtschaften“, begründet Greißl seine Entscheidung.

Er will stets für Neues offen sein und beschäftigt sich deshalb derzeit intensiv mit der regenerativen Landwirtschaft, um den Boden noch lebendiger und auch wasseraufnahmefähiger zu machen. „Die Natur ist mein Hauptanliegen und ich habe als Landwirt den Vorteil, dass ich sie gestalten kann, und zwar mit Vielfalt und nicht mit Monokultur“, sagt Greißl.

Die ehemalige Milchkammer ist jetzt ein Reiterstüberl

Erträge im Einklang mit der Natur ist die Devise, nach der er unter anderem Getreide wie Mais, Dinkel, Hafer und Sojabohnen anbaut. Milchvieh gibt es auf Greißls Hof seit 2003 nicht mehr. Greißls Vater, der die Landwirtschaft im Hofgraben, direkt an der Stadtmauer, begründete und 1961 in die Johann-Schmid-Straße aussiedelte, hatte neben dem Ackerbau auch Milchvieh gehalten. Karl Greißl hält neben der Landwirtschaft noch acht Plätze für Einstellpferde bereit und für die Reiter hat er die ehemalige Milchkammer als Stüberl ausgebaut. In seiner Freizeit fährt der Referent für Sport gerne Fahrrad oder Vespa oder geht wandern.

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