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Kauferinger Bürgermeister: Die Amtszeiten werden kürzer

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Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
25.05.2019

25 Jahre als Bürgermeister im Amt, das schaffte Dr. Klaus Bühler in der Marktgemeinde Kaufering. Seine Tochter trat jetzt nach 14 Monaten zurück. LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger kommentiert.

Dass Bürgermeister nach einer Amtszeit nicht mehr antreten oder in der Amtszeit zurücktreten, das sind Themen, mit denen sich aktuell der Bayerische Gemeindetag beschäftigt. War man früher als Bürgermeister in der Gemeinde sehr hoch angesehen, so muss man sich in der heutigen Zeit häufig im Internet, aber auch im direkten Kontakt mit den Bürgern harten Angriffen stellen. Der Umgangston ist rauer geworden und die Bürgermeister stehen in der öffentlichen Kritik, das ist nicht jedermanns Sache. Ob dies auch bei Wagener-Bühler auch so war, kann man nur vermuten.

Der Bericht um Kommentar: Kauferinger Bürgermeisteramt: Wer folgt auf Bärbel Wagener-Bühler?

Ein Rückblick erklärt einiges

Ein Rückblick: Wer die Ära von Dr. Klaus Bühler im Kauferinger (Markt)-Gemeinderat noch miterlebt hat, und jetzt sieht, wie die Amtszeiten der Nachfolger seit 2012 immer kürzer werden, der wird nachdenklich. Klaus Bühlers Führungsstil war sehr hierarchisch. Nicht jedermanns Sache. Viele warfen ihm eigenmächtiges Verhalten vor, die Gemeinde ging deshalb im Nachhinein sogar vor Gericht. Man wollte gemeinsam in einem starken Gemeinderat Entscheidungen treffen. Tut man das seitdem? Meist ist man eher uneins (siehe Feuerwehrhaus und Tempo 30), vertagt und diskutiert endlos. Stundenlange Sitzungsabende: das ist anstrengend und nervend.

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Bürgermeister müssen sich oft kritisieren lassen

Bühlers Nachfolger Erich Püttner hatte bereits 2018 von den Querelen genug. Er habe kleinere gesundheitliche Probleme, sagte er damals und: „Die kognitiven Kräfte sind nicht mehr so wie mit 40.“ Er wolle mehr auf seinen Körper hören, und ihm sei es nicht wichtig, nach Wohlstand, Macht und Ansehen zu streben, diese zerstören die Seele.

Ein Gremium steht in der Kritik

Seine Nachfolgerin Bärbel Wagener-Bühler (die Tochter des früheren Bürgermeisters) kündigt nun ihren Rücktritt bereits nach 14 Monaten aus „persönlichen Gründen“ an. Auch wenn ihre Gründe nicht wirklich bekannt sind – eins zeichnet sich in Kaufering deutlich ab: Es wird immer schwieriger, diese Gemeinde zu lenken. Das merken viele Gemeindebürger und so wird in den Foren im Internet der Rücktritt von Bärbel Wagener-Bühler nicht groß thematisiert, sondern viel mehr das Gremium Gemeinderat.

Ein Bürger fordert sogar, dass der gesamte Gemeinderat zurücktreten sollte. Nächstes Jahr hat jeder Kauferinger die Möglichkeit, den Räten zu zeigen, was sie von der bisherigen Politik halten. Denn dann sind Kommunalwahlen. Hier können die Bürger dann Konsequenzen ziehen.

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