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Kaufering

07.11.2019

Konzert: Elvis und das Phantom der Oper in Kaufering

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3 Bilder
Dirigent Gerhard Böck und das Bezirksjugendorchester begeisterten mit ihrem Konzert in der Lechauhalle in Kaufering die rund 500 Zuhörer.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Dem Bezirksjugendorchester hören in der Lechauhalle in Kaufering 500 Besucher zu. Vom Bezirksleiter gibt es Lob für den Auftritt.

„Ich muss sagen, es war überwältigend“, kommentierte Bezirksleiter Bernhard Weinberger das Konzert des Bezirksjugendorchesters in Kaufering. Unter der Leitung ihres Dirigenten Gerhard Böck präsentierten 68 Jugendliche ein anspruchsvolles Konzertprogramm der Oberstufe unter dem Motto „Mythen, Sagen, Legenden“. Das Publikum zeigte seine Begeisterung in Jubelrufen und stehenden Ovationen.

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Mit einer ruhigen Klarinettenmelodie und einem bezaubernden Flötensolo zeigten die jungen Bläser mit dem Originalwerk für Blasorchester „A Fairy Tale“ zu Beginn, auf welch hohem Niveau sie gemeinsam musizieren. Innerhalb von fünf Tagen mit rund 40 Probenstunden waren die Jugendlichen aus 20 Musikvereinen zu einem harmonischen Klangkörper zusammengewachsen.

Energisch und leidenschaftlich erklang danach ein James-Bond-Medley mit der Titelmelodie und den Film-Hits aus „Goldfinger“, „Der Spion, der mich liebte“, „Skyfall“ sowie „Leben und sterben lassen“. Die klare Artikulation im Posaunensatz, strahlendes hohes Blech, zauberhafte Hornklänge und eine ruhige Klarinetten-Melodie beeindruckten ebenso wie die Soli der Oboe und der Trompete.

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Locker beschwingt folgte der bekannte Konzertwalzer „Wiener Praterleben“, zu dem zwei Paare aus dem Publikum sogar ihr Tanzbein schwangen.

Der Dirigent trägt eine Elvis-Perücke

„Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut“, scherzte das Moderatoren-Duo Katharina Schölch und Florian Arnold, als es seinem Dirigenten passend zum bevorstehenden Abschnitt eine Elvis-Perücke überreichte. Die beiden Musiker führten gelassen und informativ durchs Programm. Mit neuer Frisur und gewohnter Professionalität rockte Dirigent Böck sein Orchester durch „Elvis In Concert“ mit Hits wie „Teddy Bear“, „Return to Sender“, „Love Me Tender“ und dem „Jailhouse Rock“.

Einen wahren Begeisterungssturm der rund 500 Zuhörer in der Lechauhalle in Kaufering weckte „Atlantis“, ein Originalwerk für Blasorchester von Alexander Reuber. Besonders beeindruckte hier der majestätische Sound der Hörner, der die stolze Kriegernation klanglich aufmarschieren ließ. Erste Wellen erhoben sich, veranschaulicht in wogenden Läufen der Flöten und des Klaviers. Stetig anschwellend gewann der Klang an Rhythmik, Tempo, Bewegung und dramatischer Klangdichte, bis die Insel schließlich tragisch - musikalisch großartig - unterging.

Der Chef ist noch keine 30

Mit „Game Of Thrones“ folgte die rhythmisch-mittelalterliche Titelmelodie der gleichnamigen Fantasy-Serie. „Das Beste zum Schluss“, das könnte die Motivation zur Auswahl von Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ gewesen sein. Das Höchststufen-Arrangement von Johan de Meij bildete den krönenden Abschluss. In gut 15 Minuten erzählten Böck und sein Orchester die Geschichte der jungen Opernsängerin Christine und des Phantoms der Pariser Oper-Katakomben. Hohe Konzentration und dennoch sichtliche Spielfreude und große Leidenschaft waren zu sehen und zu hören, als die Highlights des Musicals erklangen. Den anhaltenden Beifall und die spürbare Begeisterung der Zuhörer belohnte das Orchester mit den Zugaben „My Way“ und dem „Radetzkymarsch“.

Das Orchester lässt Atlantis untergehen

Viel Lob für ihre Leistung, ihr Engagement und Können erhielten die jungen Musiker für ihr Konzert von den Organisatoren und dem Dirigenten. Herausragend war auch die Leistung des 28 Jahre jungen Orchesterleiters: Wie immer bestritt er das komplette Konzertprogramm auswendig, ohne Notenpult. Böck wolle nicht durch Noten vom Klang abgelenkt sein. Er müsse die Musik fühlen – so erklärte es Orchestermitglied Florian Arnold in seiner spontanen Schluss-Ansprache: „Du hast uns stolz gemacht und die Zuhörer mit deiner Musik berührt.“

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