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Landsberg

20.11.2019

Landsberg: Wie die Stadt ihren Unternehmern helfen kann

Unternehmerabend im Rathaus (von links): Wirtschaftsförderer André Köhn, Referent Christian Hörmann und Oberbürgermeister Mathias Neuner.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Landsberg wächst und braucht mehr Arbeitsplätze. Um Lösungen für dieses Problem ging es jetzt beim großen Unternehmerabend.

Ein Blick in die Zukunft. Ins Jahr 2035. Landsberg hat 33.000 Einwohner, 3500 mehr als aktuell. Was bedeutet das? Landsberg braucht bis dahin 2500 neue Wohnungen, neue Kindergärten, neue Schulen und neue Pflegeheime für Senioren. Und: Landsberg braucht 1500 neue Arbeitsplätze. Doch wo sollen neue Arbeitsplätze entstehen? Auf diese und andere Fragen gab es beim zweiten Unternehmerabend der Stadt spannende Antworten.

Schon jetzt fehlt es in Landsberg an Gewerbeflächen und überall ist vom Flächensparen die Rede. Wie eine Stadt in diesem Spannungsfeld die goldene Mitte finden kann, darum ging es jetzt beim Unternehmerabend. Lösungen präsentierte Referent Christian Hörmann vom Beratungsunternehmen Cima aus München.

Referent Christian Hörmann sprach beim Landsberger Unternehmerabend.
Foto: Thorsten Jordan

Der Saal des Historischen Rathauses war fast voll. Knapp 200 Unternehmer waren der Einladung der Stadt gefolgt. „Sie schaffen Arbeitsplätze in Landsberg“, sagte Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU). Nicht nur deswegen müssten Wirtschaft, Verwaltung und Politik intensiver zusammenarbeiten. Ein großes Thema dabei: Flächen für Gewerbe. Derzeit entwickelt die Stadt einen neuen Flächennutzungsplan, der Mitte bis Ende nächsten Jahres fertig sein soll. „Es ist schwer, das gesunde Maß zu finden und sparsam mit Flächen umzugehen“, sagte Mathias Neuner.

Einfach mehrere Stockwerke bauen?

Wie Christian Hörmann herausgefunden hat, werden in Landsberg aktuell rund 67.000 Quadratmeter Gewerbeflächen benötigt. Derzeit biete die Stadt etwa 20.000 Quadratmeter auf zwei Flächen im Frauenwald an. Das werde aber nicht reichen. Schließlich bräuchten Unternehmen nicht irgendeine Fläche, sie müsse schließlich zu den unterschiedlichen Anforderungen passen. Und so sei es durchaus denkbar, zu „stapeln“, also mehrere Stockwerke zu bauen. Nachverdichtung sei auch ein Thema, aber ein schwieriges. Warum? Weil so mancher Eigentümer die Flächen schlicht nicht verkaufen möchte. Kann die Stadt da überhaupt Gewerbegebiete strategisch entwickeln? Ja, so Hörmann, aber nur mit den Unternehmen. Und da komme ein Wirtschaftsförderer ins Spiel, den Landsberg seit Juni diesen Jahres auch hat.

Der Wirtschaftsförderer als Bindeglied

Die Stelle des Wirtschaftsförderers war eine zentrale Forderung des Leitbilds „Landsberg 2035“. André Köhn ist seit gut einem halben Jahr in der Stadt das Bindeglied zwischen Verwaltung, Politik, Eigentümern, Handel und Unternehmen. Christian Hörmann sieht Köhns Aufgabe vor allem darin, den Bestand zu pflegen und zu fragen: Wer braucht was und wer passt zu wem?

Noch bezeichnet Referent Hörmann den Wirtschaftsstandort Landsberg als stabil. Das gesunde Unternehmermix könne Krisen überstehen. Doch die Stadt müsse ihre Unternehmer pflegen, ihnen Sicherheit verschaffen und deren strategischer Partner sein.

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