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Denklingen

24.09.2016

Markant, modern und mitten im Ort

Das ehemalige Gasthaus „Hirsch“ in Denklingen wird zum Rathaus umgebaut. Kostenpunkt: 4,23 Millionen Euro, wovon ein Zuschuss in Höhe von rund 1,08 Millionen Euro aus dem Topf der Städtebauförderung kommen soll.

Für den Umbau des ehemaligen Gasthauses Hirsch muss die Gemeinde rund 3,2 Millionen Euro zahlen. Entwurfspläne wurden jetzt abgesegnet.

Es geht voran mit den Denklinger Rathausplänen. Die Gemeinde hat, wie berichtet, den leer stehenden Gasthof Hirsch gekauft, um ihn künftig als Rathaus zu nutzen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte nun Planer Benedikt Sunder-Plassmann die Entwurfspläne für die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen vor, den die Ratsmitglieder schließlich mit 12:2 Stimmen absegneten. Allerdings waren die Pläne zuvor noch optimiert und die zu erwartenden Kosten um etwa 650000 Euro minimiert worden.

Wie Bürgermeister Michael Kießling erklärte, hatten im Voraus verschiedene interne Arbeitssitzungen mit Gemeinderatsmitgliedern stattgefunden, in denen teilweise „heiß diskutiert“ worden war. „Jetzt haben wir eine Lösung gefunden, mit der alle gut leben können“, so Kießling. Mit dem Umbau des ehemaligen Gasthofs zum Rathaus würden seiner Meinung nach mehrere wichtige Kriterien erfüllt: „Es ist ein Rathaus mitten im Dorfkern, es wird bürgerfreundlich, modern, zentral und barrierefrei sein.“ Außerdem sei es ein Rathaus mit einem „gewissen Statement“, denn es handle sich ja um ein sehr markantes Gebäude mitten im Ort, sagte Kießling und fügte an: Damit die Barrierefreiheit auch tatsächlich hergestellt werden kann, muss das Nebengebäude abgerissen werden.

Benedikt Sunder-Plassmann stellte anschließend die Pläne vor und blickte zurück: Vor der Sommerpause hatte man nach Einsparpotenzial gesucht. Alle hätten sich sehr viele Gedanken gemacht und die Planung sei intensiv bearbeitet worden. Letztlich sei dabei eine Lösung herausgekommen, in der alles vorhanden sei, was die Nutzer brauchen und trotzdem ordentlich – sprich ganze 650000 Euro – eingespart wurde. So verzichte man nun zum Beispiel auf Kühldecken und greife stattdessen auf vorhandene Möglichkeiten zurück, um die Büroräume, die im Sommer sehr heiß werden, zu kühlen, erklärte der Architekt. Man könne hierzu auch kaltes Wasser durch die vorhandene Fußbodenheizung schicken. Kießling ergänzte: „Es geht hier übrigens nicht darum, dass ich es gern kühle habe in meinem Bürgermeisterbüro, sondern darum, dass wir die vorgegebenen Arbeitsstättenrichtlinien auch in Zukunft einhalten können.“ Auch in architektonischen Bereichen und bei der Elektrik wurden im optimierten Entwurf einige Dinge weggelassen, führte Sunder-Plassmann weiter aus.

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Zuschuss von der Städtebauförderung

Abzüglich eines in Aussicht gestellten Zuschusses aus dem Topf der Städtebauförderung in Höhe von rund 1,08 Millionen Euro wird die Gemeinde Denklingen für die gesamte Rathausmaßnahme rund 3,2 Millionen Euro berappen müssen. Dazu wollte Martin Steger (Freie Wählervereinigung Dienhausen) wissen: „Ist dieser Zuschuss schon sicher oder kann er noch wackeln?“ Sunder-Plassmann erklärte, dass zwar momentan noch kein Bescheid der Regierung vorliege, dass es sich aber um eine „relativ sichere Sache“ handle. Und Bürgermeister Kießling zeigte sich ebenfalls sehr zuversichtlich. Johannes Schelkle (Freie Wählervereinigung Dienhausen) fragte nach, wie viel denn noch für die Gestaltung der Außenanlagen hinzukomme. Wie berichtet, soll im Zuge der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen auch das Ensemble unter Einbeziehung des Kriegerdenkmals und des Platzes vor dem künftigen Rathaus verändert werden. Hierzu wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Die Ergebnisse seien nun abzuwarten. „Außerdem müssen wir schauen, wie viel wir hierzu von der Städtebauförderung bekommen“, so Kießling. Im Haushaltsansatz sei eine knappe Million Euro dafür vorgesehen. Zudem wollte Schelkle wissen, wie sicher es sei, dass es bei den veranschlagten Gesamtkosten bleiben werde. Sunder-Plassmann merkte dazu an, dass bei einem Altbau immer gewisse Dinge zusätzlich anfallen können. „Aber dafür kommt dann woanders wieder was weg.“ Man habe einen gewissen Spielraum. Kießling ergänzte, dass man einen günstigen Zeitraum für die Ausschreibung erwischen sollte. Dann segneten die Gemeinderäte die Entwurfspläne mehrheitlich ab.

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