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23.12.2007

Mit Beschluss zum FNP geht's beim Kinderhaus weiter

Utting Bürgermeister Josef Klingl hofft, dass das Kinderhaus in Holzhausen möglichst zeitnah zum nächsten Kindergartenjahr fertig wird. Der Uttinger Gemeinderat hat in der jüngsten Sitzung die Weichen dafür gestellt: Wie vom Landratsamt gefordert, wurde einstimmig die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes (FNP) beschlossen. Die Behörde in Landsberg hatte wie berichtet Bedenken angemeldet. Nur aus dem Flächennutzungsplan könne ein Bebauungsplan Steinreiß, der auch die Kinderhausfläche enthält, entwickelt werden, so die Auffassung der Behörde. Für Holzhausen, das 1971 zu Utting kam, gibt es keinen Flächennutzungsplan.

Rund um Wiese und Acker

Um nicht bis zu drei Jahre mit dem Verfahren für den FNP blockiert zu sein, hat der Gemeinderat nicht nur die Aufstellung beschlossen, sondern für den Bereich Steinreiß auch schon Aussagen getroffen, die der Entwicklung des künftigen Bebauungsplanes entsprechen. Im Beschluss wurde festgelegt, dass die Flächen, die im Norden, Westen, Süden und Osten an den Umgriff des BP Steinreiß angrenzen, im Flächennutzungsplan als Flächen für die Landwirtschaft definiert werden. Es sei nicht vorgesehen, dass die Flächen am Steinreiß mit Holzhausen zusammenwachsen sollten. Der Bereich östlich der Bahnlinie wird im Bereich der Verwaltungsschule als Gemeinbedarfsfläche definiert, das übrige Areal wird als Wohnfläche ausgewiesen mit Grünflächen zum See hin.

Mit dieser frühzeitigen Festlegung kann jetzt auch der Bebauungsplan weiterentwickelt werden. Planerin Ulrike Angerer machte deutlich, dass die Gemeinde zusichern müsse, dass die Aufstellung des Flächennutzungsplans, die bereits 1988 beschlossen worden war, jetzt zügig umgesetzt werde. Für den Ortsteil Utting gibt es einen FNP, der nun neu gefasst wird. Peter Noll (GAL) bewertet es grundsätzlich als positiv, dass jetzt über die mittelfristige Entwicklung des Ortes diskutiert wird.

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Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es dann gleich um die Objektplanung des Kinderhauses. Architekt Peter Gradl hat sich bereits mit dem Musterraumprogramm für einen dreigruppigen Kindergarten beschäftigt und auch der Thematik Passivhaus. Die GAL hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. "Ein Passivhaus ist eine echte Herausforderung, aber der Gedanke fasziniert schon", meinte Gradl, der auch Schwierigkeiten bei einem Kindergarten sieht, der ein komplexes Bauwerk sei. "Das Charmante an einem Passivhaus ist, dass die Bewohner das Haus mit ihrer Körperwärme heizen", so Josef Lutzenberger (GAL). Viele Menschen in einem Raum, bedeute auch, dass gelüftet werden müsse. Lutzenberger sieht in der automatisierten Lüftung ohne Wärmeverlust einen sehr positiven Aspekt.

Grundsätzlich ist die Haltung im Gemeinderat gegenüber einer innovativen Bauweise offen, es wurden aber auch Bedenken laut. Anders als bei einem Einfamilienhaus gingen bei einem Kindergarten die Türen immer auf und zu, so Michael Weber. Er schlug vor, einen Kindergarten in Passivbauweise zu besuchen und sich über die Praxiserfahrung kundig zu machen. Auf Anregung Karl Sauters (CSU) wird Gradl auch eine Niedrigenergie- neben der Passivbausweise untersuchen. Mit den Schützen kann laut Klingl erst eine konkrete Absprache getroffen werden, wenn eine genauere Kostenschätzung für mögliche Räumlichkeiten im Keller vorliegt.

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