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Erziehung

16.02.2015

Plätze im Kindergarten werden teurer

Die Gemeinde Reichling will die Gebühren gestaffelt erhöhen – denn die Personalkosten sind deutlich gestiegen

Der Besuch des Reichlinger Kindergartens „Wurzberg Oase“ wird teurer. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat eine gestaffelte Gebührenerhöhung ab dem 1. September 2015 und ab dem 1. September 2016. Damit würden die ständig steigenden Betriebskosten zumindest zum Teil wieder aufgefangen. Die Räte beschlossen zudem eine Benutzungssatzung für den Kindergarten.

Die Ausgaben im Kindergarten bestehen zu 85 Prozent aus Personalkosten, betonte Roland Simon von der Verwaltung – und die stiegen entsprechend der Tariferhöhungen praktisch jährlich an. Die Kindergartengebühren seien dagegen seit dem 1. Januar 2013 stabil geblieben. Nun werden die Gebühren bei einer Fünf-Stunden-Buchung für Kinder ab drei Jahren von 82,50 auf 84 (ab 1. September 2015) und später auf 86 Euro (1. September) erhöht. Für eine Sechs-Stunden-Buchung fallen 92 beziehungsweise 94 statt der bisherigen 90 Euro an, für die seit diesem Kindergartenjahr möglichen sieben Stunden 100 beziehungsweise 102 Euro.

Bei den Krippenkindern staffeln sich die Kosten von 92 beziehungsweise 94 statt bislang 90 Euro für zwei Stunden bis zu 172 beziehungsweise 174 Euro bei sieben Stunden Buchungszeit. Die Geschwisterkin-derermäßigung beträgt wie bisher jeweils 20 Euro, bei Zuschüssen des Freistaats, etwa zum letzten Kindegartenjahr, verringert sich die Gebühr entsprechend. Die Räte stimmten der „sehr moderaten Anpassung“, wie Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler sie nannte, einmütig zu. Ebenso einhellig fiel das Ja zur Benutzungssatzung aus. Diese erleichtere die Arbeit im Kindergarten, erklärte Roland Simon. Sie tritt zum 1. September in Kraft.

Kindergartenleiterin Petra Stäbel berichtete, dass die „Wurzberg Oase“ seit diesem Kindergartenjahr von 7 bis 14 Uhr geöffnet habe, anschließend könne eine private Nachmittagsbetreuung gebucht werden. Seit Oktober 2014 werde zudem ein warmes Mittagessen angeboten, das aus dem Seniorenheim in Vilgertshofen bezogen werde und laut Stäbel bei Kindern und Eltern sehr gut ankomme.

In der Tigerenten-Mini-Gruppe würden derzeit zwölf Kinder zwischen einem und drei Jahren mit individuellen Bring- und Holzeiten betreut, berichtete Stäbel in einem reich bebilderten Vortrag. Sie würden bereits altersgemäß gefördert, befassten sich mit verschiedenen Themen und malen, turnen und gestalten.

Bei Elternbefragung gut bewertet

In den alters- und geschlechtsgemischten Schlumpfen- (21 Kinder) und Tabaluga-Gruppen (22 Kinder) für die „Regelkinder“ ab drei Jahren werde des Weiteren viel in Kleingruppen unternommen und die Selbstständigkeit gefördert. Gruppenübergreifend erhalten die „Schlauen Füchse“ eine Vorschulerziehung als Vorbereitung auf die Schule. Leiterin Stäbel berichtete zudem von Waldtagen, Theatervorführungen, Ausflügen und Projekten wie einem Erste-Hilfe-Kurs für die Kleinen.

Bei der jährlichen Elternbefragung sei der Kindergarten erneut gut bewertet worden, freute sich Stäbel. Auch Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler betonte, dass die „Wurzberg Oase“ einen ausgezeichneten Ruf genieße und „hervorragend läuft“. Sie erinnerte auch an den Kindergartenbus, der seit Jahrzenten den Ludenhausener Nachwuchs kostenlos zum Kindergarten nach Reichling bringe.

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