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Carl-Orff-Schule

21.07.2011

Sopranistin singt für Schulflügel

Der Vortrag der Sopranistin Juliane Banse zählte beim Benefizkonzert in der Carl-Orff-Schule in Dießen zu den Höhepunkten.
Bild: Foto: Alois Kramer

Schüler, Lehrer und Eltern musizieren bei Benefizkonzert. 17000 Euro von der Sparkassenstiftung

Dießen In der Turnhalle gibt es keinen freien Platz mehr, auf der kleinen Bühne zeitweise auch keinen mehr: Das Benefizkonzert zugunsten eines neuen Flügels für die Carl-Orff-Volksschule in Dießen war ein grandioser Erfolg. Das Spendenthermometer begann bereits in der Pause zu steigen, und am Ende hatte Bürgermeister Herbert Kirsch eine ganz besondere Überraschung für die Schulleitung, „als Beweis dafür, wie wichtig uns unsere Schule ist“. Er überreichte einen Spendenscheck in Höhe von 17000 Euro aus der Sparkassenstiftung, was Rektor Michael Bauer fast sprachlos machte.

Der jetzige Flügel an der Schule geht, wie Bauer in seiner Begrüßung ausführte, „langsam in die Knie. Wir brauchen an unserer Schule mit dem besonderen Schwerpunkt Musik ein zuverlässiges, ordentliches Instrument“. Als Beispiel für die breite musikalische Ausbildung nannte Bauer den Grundschulchor mit 90 Sängerinnen und Sängern, der mit „Wir wollen Euch begrüßen“ von Günther Kretzschmar die musikalische Begrüßung übernommen hatte. Für den guten Zweck zeigten aber nicht nur Schüler und Lehrer ihr Können, auch Schülereltern hatten sich laut Rektor völlig unkompliziert zum Mitmachen bereit erklärt. Unbestrittener Star war die Sopranistin Juliane Banse, die als Opern-, Lied- und Kammermusiksängerin bereits mit Spitzendirigenten in aller Welt zusammengearbeitet hat und deren warmes Timbre die Zuhörer gleich mehrmals genießen durften.

Juliane Banse begeistert mit Händel-Arien

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Den Konzertauftakt machte das Lehrersalonorchester unter der Leitung von Brigitte Kagermeier. Grundschulchor und Orff-Orchester (Leitung Barbara Kling) besuchten nach ihrem Begrüßungslied den Teich „Im Garten des Herrn Ming“ (James Krüss). Zwei Lieder aus den „Neun deutschen Arien“ von Georg Friedrich Händel waren ein erstes Bonbon der an Höhepunkten reichen Veranstaltung. Dass die Interpreten Juliane Banse (Sopran), Ehemann Christoph Poppen und Barbara Kling (Klavier) viel Freude beim gemeinsamen Musizieren haben, war förmlich zu spüren. Auch als Christoph Poppen, früherer künstlerischer Leiter des ARD-Musikwettbewerbs, Gastdirigent bei allen großen Symphonieorchestern und derzeit Professor an der Hochschule für Musik und Theater München, gemeinsam mit Barbara Kling am Klavier eine Violinsonate spielte, war dieses fast spitzbübische aufeinander Eingehen da.

Tiefschwarze Balladen, vorgetragen von Netschajew

Florian Bernhard (Tenor) und Maximilian Ginter (Klavier) hatten sich Robert Schumanns „Dichterliebe“ angenommen. Auch Alexander Netschajew hatte einen Auftritt, bei dem zwar auch gesungen, aber hauptsächlich rezitiert wurde. Nach ein paar tiefschwarzen, bluttriefenden Balladen trug Netschajew, stets musikalisch untermalt von Gerhard Johannes am Klavier, die köstliche Geschichte vom Seiltänzer Felix Fliegenbeil (Michael Ende) vor. Zwischen den Balladen: zwei von Johannes am Klavier interpretierte Sätze aus der relativ unbekannten Ammersee-Suite von Richard Trunk, einem Musiker, der während der NS-Zeit seine Blütezeit erlebte und der nach Ende des Dritten Reichs zurückgezogen in Riederau lebte.

Der zweite Teil des Konzerts war der leichten Muse gewidmet. Rüdiger Maul, Percussionist bei der Mittelalterformation Faun, setzte hier mit seiner „Faszination Rhythmus“ ein weiteres Glanzlicht. (löbh)

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