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Landsberg

12.05.2019

Tattoo Convention: Kunst, die unter die Haut geht

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Etliche Besucher ließen sich bei der Tattoo Convention in Landsberg stechen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Zwischen Nadeln und Farbe: Was bei der zweiten Tattoo Convention in Landsberg alles geboten war. Mutter und Tochter setzen auf ein besonderes Motiv.

Am Wochenende war die Landsberger Eissporthalle Treffpunkt für alle Freunde von auf die Haut gemalter Kunst. Zum zweiten Mal machte dort die „Tattoo Convention Bayern“ Station und lockte wie im vergangenen Jahr viele Menschen aus dem weiteren Umkreis an. Vor dem Eingang zur Halle bildete sich mitunter eine längere Schlange und wie drinnen deutlich wurde, waren das nicht nur Neugierige. Meist waren die Besucher schon mit einem oder mehreren Tattoos ausgestattet und an dem Wochenende sollten zum vom Veranstalter laut Durchsage festgelegten Mindestpreis von 80 Euro weitere dazukommen. Entsprechend herrschte an den Ständen der Tattoo-Studios von Beginn an reger Betrieb.

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Die Tattoo Convention Landsberg in Bildern
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Liegen waren besetzt, Nadeln und Pinsel im Dauereinsatz. Die Künstler mit den feinen Nadeln waren aus halb Europa angereist, gehörte Sprachfetzen machten es deutlich. Die Kunden hatten ebenfalls teilweise längere Anfahrten in Kauf genommen, um sich beim Tätowierer ihres Vertrauens ein neues Bild stechen zu lassen. Claudia Hanke und Miriyam Simandi beispielsweise waren aus Passau angereist. Sie wollten zum Stand von „augsburg tattoo“ aus Inningen. „Weil das die Besten sind“, erklärte Miriyam, während Tattoo-Künstlerin Evelyn auf den rechten Oberschenkel von Freundin Claudia einen Hirschkopf mit Geweih und Blumenkranz in die Haut einarbeitete. „Das passt zu Claudia“, meinte die Freundin lachend, „weil sie so ein Sturkopf ist – immer mit dem Kopf durch die Wand will und gleichzeitig unglaublich lieb sein kann.“ Miriyam hat bereits einen Löwenkopf auf ihrem Bauch, den Peter vom selben Studio gemacht hat. „Da hab’ ich gesehen, was die drauf haben.“

An manchen Stellen tut es ziemlich weh

Und wie ist das so mit einem frischen Tattoo auf der Haut? „Die ersten paar Stunden ist alles gut“, so Claudia. Aber dann hat der Löwenkopf doch zugebissen. Eine Woche lang habe das Tattoo schon recht weh getan, vor allem, weil es an einer Stelle ist, auf die oft der Bund der Jeans drückt. Aber das sei längst vergessen, „jetzt ist alles gut“. Geholfen habe anfangs viel Pflege mit möglichst fetter Creme.

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Auf einer der Liegen des Berliner Tattoo-Studios „Painful Love“ ließ sich Lisa Kieslich aus Füssen von Konstantin Popov Katzenpfoten im „water-colour-style“ auf die Haut malen. „Man fühlt sich hier gut aufgehoben“, sagte sie als Erklärung dafür, dass sie für die Kunst eine weitere Anreise in Kauf genommen hatte.

Mutter und Tochter lassen sich ein gemeinsames Motiv stechen

Nur einen Katzensprung hingegen hatten Tatjana Sonnenberg und ihre Tochter Kimberly Strähler zur Convention. Beide sind aus Landsberg und bereits mehrfach tätowiert. „Eigentlich ist Bene Bader unser Haustätowierer“, erzählte Tatjana, „aber der ist ja gerade in Norwegen.“ Was der Landsberger Künstler in Skandinavien macht, ist wenig überraschend: Bei der „Bergen Tattoo Convention“ ging er seiner Profession nach. „Jetzt probieren wir halt mal ein anderes Studio aus.“ Entstehen sollte, passend zum Muttertag, ein „Mutter-Tochter-Tattoo“. Marcello Bugdoll von „colores magicos“ aus Greven ließ auf dem Handgelenk von Kimberly ein kleines Schleiferl entstehen und das bekam auch Mutter Tatjana an die gleiche Stelle ihres Handgelenks. Schmerzen, Leiden? „Es tut nur weh“, weiß Tatjana aus eigener Erfahrung, „wenn die Sitzung länger dauert, weil ein größeres Tattoo entsteht.“

War das Tattoo oder Piercing gesetzt, konnten sich Besucher auf der Händlermeile über neue Trends der Szeneshops informieren. Getränke und Snacks waren ebenfalls geboten und auf der großen Bühne warteten Pokale auf ihre Verteilung an Teilnehmer der Contests.

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