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Windach

09.04.2019

Verkehr: In Windach wird bald geblitzt

Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer will Windach im Gemeindegebiet und den Ortsteilen deutlich erhöhen.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archivfoto)

Die Verkehrssicherheit soll durch Tempo-Beschränkungen verbessert werden. Dazu hat der Gemeinderat ein Gesamtkonzept verabschiedet. Wann erstmals gemessen wird.

Die Gemeinde Windach mit den Ortsteilen Schöffelding und Hechenwang soll für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Deshalb verabschiedete der Gemeinderat nun ein entsprechendes Konzept, das Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Damit kommt Windach auch einer Forderung des Landratsamtes Landsberg nach.

Die Behörde hatte bereits einmal den Versuch untersagt, in der Hauptstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung (Tempo 30) anzuordnen. Voraussetzung für verkehrliche Änderungen und Anordnungen sei ein entsprechendes Verkehrskonzept. Dieses präsentierte jetzt Andreas Bergmann vom Büro Stadt-Land-Verkehr in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Kein großer Durchgangsverkehr?

„Es muss ein Konzept geben und das muss auch begründet werden können“, erklärte Bergmann. Dabei sei wesentlich: „Es muss ein örtliches Haupt- und Vorfahrtsstraßennetz festgelegt werden. Vorgaben seitens der Gemeinde seien gewesen, den Ortskern als solchen zu erhalten, die Aufenthaltsqualität für alle zu verbessern und den Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen. Vorteil in allen drei Orten sei, dass es keinen größeren Durchgangsverkehr gebe. Grundvoraussetzung für eine „Zone 30“-Regelung sei zum Beispiel ein als solches erkennbares Wohngebiet. Aber auch in Bereichen mit vielen Geschäften, so Bergmann, sei eine Temporeduzierung durchaus möglich.

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Die Vorgeschichte zum Verkehrskonzept in Windach: Diskussion um den Verkehr in Windach

Als Vorfahrtsstraßen in Windach schlug Bergmann Haupt- und Hechenwanger Straße vor. „Dort sind aber nur punktuelle Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung möglich.“ Die Vorschläge: Straßenmarkierungen für Parkflächen, auf den Fahrbahnbelag aufgesprühte Geschwindigkeitshinweise und Hindernisse wie etwa Pflanzkübel. Wohngebietscharakter weisen laut Bergmann der Bereich Schützenstraße, Windach West und Oberwindach auf. Die Steinebacher Straße sollte dort als Vorfahrtsstraße gelten.

Wie steht es um die Ortsteile?

Dass in Schöffelding der Siedlungsbereich, also der gesamte Ort zur Zone 30 werden soll, war am Ratstisch umstritten beziehungsweise stieß auf Ablehnung. Ebenfalls nicht für jeden akzeptabel schien das Konzept für Hechenwang. Weil dort laut Bergmann der flächige Zonencharakter fehle, sollten besser an mehreren Straßen Tempo-30-Schilder aufgestellt werden. „Der Grundwunsch einer Bürgerbefragung war ja, dass grundsätzlich langsamer gefahren wird.“ Daran erinnerte Bürgermeister Richard Michl den Gemeinderat. Das solle mit dem Gesamtkonzept erreicht werden. „Wir wollen den Ort ja sicherer und lebenswerter machen.

Stephan Graf schlug vor, das Konzept bei den anstehenden Bürgerversammlungen vorzustellen. Außerdem befürchtet Graf zumindest am Anfang vermehrt Unfälle wegen der geänderten Vorfahrtsregelung. Bei Zone 30 gelte nämlich generell die Vorfahrtsregelung rechts vor links. Es gibt keine Radwege beziehungsweise es dürfen auch keine gebaut werden, weil in einer solchen Zone alle Fahrzeuge gleichberechtigte Teilnehmer am Straßenverkehr sind. „Ich würde an diesem Konzept festhalten“, sagte Bürgermeister Michl, schließlich seien darin auch die Ergebnisse einer Haushaltsbefragung eingeflossen. Als erste Schritte, erklärte Bergmann, könnten auch zunächst einzelne Maßnahmen umgesetzt werden. Das Konzept verpflichte nicht zu einer allumfassenden Bearbeitung.

Schritt für Schritt umsetzen

Mit 9:6-Stimmen beschloss der Gemeinderat Windach, das Verkehrsgutachten anzunehmen und Schritt für Schritt umzusetzen. Wie Bürgermeister Richard Michl gegenüber dem LTankündigte, startet ab Mai auch die Überwachung des fließenden Verkehrs durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland.

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