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18.01.2008

Visionen und Realitäten

Utting (smi) - Gemeinderat Michael Weber hat in der jüngsten Sitzung des Uttinger Gemeinderats angeregt, dass die Architekten ihre Vorstellungen zur Verkehrsberuhigung der Staatsstraße im Gemeinderat vortragen können. Wie berichtet hatte die Veranstaltung der Architekten zeitgleich mit dem Neujahrsempfang der CSU stattgefunden, was bei Bürgermeister Josef Klingl auf Unmut gestoßen war.

Der Gemeindechef konnte sich so auch für Webers Idee wenig erwärmen. Vordringlich sei, dass der von der Gemeinde beauftragte Planer, Reinhard Demmel, der sich auch mit dem Staatlichen Bauamt in Weilheim abgestimmt habe, in einer der nächsten Sitzungen seine Planungen vortrage. "Im Gemeinderat zählen als erstes die Pläne, die die Gemeinde an Fachleute vergeben hat." Wenn aus dem Gemeinderat weitere Pläne gewünscht würden, könne dies beantragt werden.

Klingl stört sich auch daran, dass die Architekten fremden Grund überplanten, da die Staatsstraße nicht der Gemeinde gehört. Außerdem enthielten die Planungen nach dem, was er der Presse entnommen habe, Wunschgedanken: "Ich spreche schon seit 13 Jahren von einem Kreisel", rekapitulierte er, dass das Bauamt dies nicht zulassen wolle.

Radien und Straßenbreiten

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Weber beharrte aber auf seinem Gedanken, er schrieb dem Straßenplaner als Handwerkszeug Kurvenradien und Straßenbreiten zu, während sich Architekten Gedanken um Gestaltung machten.

Josef Lutzenberger (GAL) sprang Weber zur Seite. "Wir halten das Ehrenamt immer so hoch", erinnerte er an die freiwillige Leistung der Architekten. Man könne sich ihre Visionen ansehen, diese an der Realität schärfen und sehen, was zum Schluss übrig sei. "Warum sollten in der Sitzung, in der Demmel komme, nicht auch die Architekten kommen?"

Klingl schlug dagegen eine außerordentliche Sitzung im April vor und Karl Sauter (CSU) mahnte an, die Emotionen rauszunehmen, sich zuerst die Realität, also das, was Demmel geplant hat, anzusehen und dann die Visionen.

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